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Nur 0,7 mal 10 Millimeter groß: winziges Blutzuckermesssystem, das am Körper getragen werden kann.
© Fraunhofer IMS
Mo. 10. September 2012
Eine neue Messmethode könnte Diabetiker von dem ständigen Piksen zum Blutzuckermessen befreien. Herzstück ist ein winziger Chip, der Messung und digitale Auswertung vereint – und die Daten sogar an ein mobiles Gerät funken kann.
Für viele Diabetiker gehört die Kontrolle ihres Blutzuckers zum Alltag. Mehrmals täglich müssen sie einen kleinen Tropfen ihres Bluts auf einen Teststreifen geben, um den Blutzuckerwert zu ermitteln. Nun haben Forscher vom Fraunhofer-Institut in Duisburg einen winzigen Messfühler entwickelt, der sich am Körper des Patienten befindet, und den Zuckerspiegel zum Beispiel im Schweiß oder in der Augenflüssigkeit messen kann.
Auf einem Chip von 0,7 mal 10 Millimeter haben die Forscher das gesamte Diagnosesystem untergebracht. Zudem enthält er eine drahtlose Schnittstelle, über die der Biosensor die Daten beispielsweise an ein mobiles Empfangsgerät sendet. So hätte der Patient seinen Glukosespiegel ständig im Auge. "Für ein solches Diagnosesystem benötigte man früher eine Platine von der Größe einer halben DIN A4-Seite", sagte Tom Zimmermann, der an der Entwicklung beteiligt war. Wann ein solcher Sensor auf den Markt kommen könnte, ist bisher noch offen.
RF
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