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Frauenhände umfassen eine weiße Teetasse mit einem Teebeutel darin

In einigen handelsüblichen Tees haben Forscher unerwartet hohe Gehalte eines giftigen Pflanzenstoffs gefunden.
© destillat - Fotolia

Di. 16. Juli 2013

BfR warnt vor Schadstoffen in Tees

Tee galt bisher immer als eine gesunde Alternative zu Limo, Cola und Co. An dieser Gewissheit rütteln jetzt jedoch Forscher des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Sie fanden heraus, dass manche Kräutertees und Tees offenbar zu viel an giftigen Pflanzenstoffen enthalten, die regelmäßig konsumiert gesundheitsschädlich sein könnten.

Die Stoffe, um die es sich handelt, werden fachsprachlich Pyrrolizidinalkaloide (PA) genannt. Die Forscher hatten in einer Stichprobe über 200 verschiedenen handelsüblichen Tees auf ihren PA-Gehalt hin untersucht, darunter Fenchel-, Kamillen-, Kräuter-, Pfefferminz-, Brennnessel- und Melissentee. Das Resultat: In einigen Teeproben fanden sich unerwartet hohe PA-Gehalte. Trotz dieser Einzelfälle sei eine akute Gesundheitsschädigung bei kurzfristiger Aufnahme für Erwachsene und Kinder unwahrscheinlich, heißt es von Seiten des BfR.

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Eine allgemeingültige Aussage lasse sich aufgrund der vorhandenen Daten noch nicht ziehen, so die Forscher. Nicht zuletzt schwankten die PA-Gehalte auch innerhalb der gleichen Teesorte erheblich. Die Forscher empfehlen daher generell, bei der Wahl von Lebensmitteln, also auch bei Kräutertee und Tee, auf Vielfalt und Abwechslung zu achten, um einer einseitigen Belastung mit eventuell vorhandenen Schadstoffen vorzubeugen. Besonders bei Kindern sowie für Schwangere und Stillende sei es sinnvoll, Kräutertee und Tee mit anderen Getränken abzuwechseln, lautet der BfR-Rat.

Mit den Pyrrolizidinalkaloiden schützen sich Pflanzen zum Beispiel vor Fraßfeinden. Sie kommen in einer Vielzahl von Pflanzenarten weltweit vor, besonders in den Familien der Korbblütler, Raublatt- oder Borretschgewächse und Schmetterlingsblütler. Die Mengen variieren je nach Pflanzenart und Pflanzenteil, aber auch Klima und Boden spielen hier eine Rolle. In Tierversuchen haben sich manche dieser Alkaloide als krebserregend und erbgutschädigend herausgestellt. Große Mengen können zudem die Leber schädigen.

HH

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