Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Trauer: Qualifizierte Begleiter entlasten

Aktuelles

Frau in weißem Kittel hält Trauernder den Arm

Wer eine Trauerbegleitung in Anspruch nimmt, ist im Zeitraum direkt nach einem Todesfall deutlich stärker entlastet.
© Alexander Raths - Fotolia

Di. 01. Oktober 2013

Trauer: Professionelle Begleitung entlastet stärker

Egal ob dem Tod eine lange Krankheit vorausgeht oder ob er einen geliebten Menschen ganz plötzlich trifft: Wer zurückbleibt, muss mit dem Verlust, der Leere, der Trauer klarkommen. Eine qualifizierte Trauerbegleitung kann dabei helfen, wie aus einer neuen Studie hervorgeht.

Forscher unter der Leitung von Professor Michael Wissert von der Hochschule Ravensburg-Weingarten konnten nachweisen, dass eine qualifizierte Trauerbegleitung Trauernden nach dem Tod eines Angehörigen oder Freundes helfen kann, mit der Trauer umzugehen und Wege zurück ins Leben zu finden. Wissert und Kollegen hatten 680 Hinterbliebene und 319 Trauerbegleiter umfassend befragt. Es zeigte sich, dass sich für diejenigen, die eine Trauerbegleitung in Anspruch genommen hatten, die Belastung im Zeitraum direkt nach dem Todesfall deutlich stärker verringerte als für jene, die mit ihrer Trauer alleine geblieben waren, so die Forscher.

Anzeige

Einzel- und Gruppenbegleitungen wurden besonders von Menschen aufgesucht, die direkt nach dem Tod eines Angehörigen oder Freundes von einer höheren Belastung in allen Lebensbereichen berichtet hatten. Als besonders schlimm wurde der Verlust eines Kindes oder Lebenspartners empfunden und entsprechend häufig Angebote zur Trauerbegleitung wahrgenommen.

Grundsätzlich zeigte sich in der Studie, dass plötzliche Todesfälle durch Unfall, Suizid oder Herzversagen zu besonders hohen Belastungen bei den Angehörigen führen. "Am schlimmsten ist es, wenn man sich nicht verabschieden kann", lautete ein häufig geäußerter Satz der Befragten. Der Bedarf einer Trauerbegleitung war auch dann besonders hoch, wenn besondere Umstände vorgelegen hatten, so zum Beispiel das Versterben eines Kindes im Mutterleib, eine Fehlgeburt, der Tod nach Gewalttaten oder einer Naturkatastrophe. Insgesamt empfanden Frauen eine höhere Gesamtbelastung direkt nach dem Todesfall als Männer.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Thema der Woche: Husten behandeln

Lesen Sie hier, was ärztliche Leitlinien bei Husten empfehlen.

Heizungsluft verschlechtert COPD

Hohe Raumtemperaturen können Lungenkranken schwer zu schaffen machen.

Wie gefährlich sind Amalgam-Plomben?

Ab einer gewissen Zahl von Füllungen steigt offenbar das Gesundheitsrisiko.

Apfel und Salat gegen die Knoblauchfahne

Welche Mittel am besten helfen, um lästigen Knoblauchgeruch zu beseitigen.

Zahnersatz richtig pflegen

Eine schlecht gereinigte Prothese kann unter Umständen sogar Krankheiten verursachen.

Gute Vorsätze beugen Feiertags-Pfunden vor

Wer über die Festtage schlank bleiben möchte, kann jetzt schon etwas tun.

Thema der Woche: Starke Schmerzmittel

Solche Medikamente werden immer häufiger verschrieben. Lesen Sie hier, was bei der Einnahme zu beachten ist.

Vegan ist nicht automatisch gesund

Eine rein pflanzliche Ernährung kann schnell zu einem Nährstoffmangel führen.

Pilz könnte Morbus Crohn verursachen

Forscher sind der Ursache für die chronisch entzündliche Darmerkrankung auf der Spur.

Medikamente: 4 Tipps zur sicheren Einnahme

Je mehr Arzneimittel eingenommen werden, desto größer ist die Gefahr für Wechselwirkungen.

Gel-Spritze bei Mittelohrentzündung

Ein neuartiges Gel könnte die Therapie einfacher und sicherer machen.

Demenzform, die auch Jüngere betrifft

Manche Patienten mit Frontotemporaler Demenz fallen durch aggressives Verhalten auf.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen