Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Kleinkinder, die kürzer schlafen, essen mehr

Aktuelles

Kleinkind isst eine Banane

Kleinkinder, die wenig Schlaf abbekommen, futtern mehr.
© Andrey Kuzmin - Fotolia

Do. 27. März 2014

Kleinkinder, die kürzer schlafen, essen mehr

Kinder unter zwei Jahren, die weniger lang schlafen als ihre Altersgenossen, verputzen täglich mehr Kalorien. Das muss zwar nicht zwingend zu späterem Übergewicht führen. Eltern von Kurzschläfern sollten dennoch wachsam sein, raten britische Forscher.

Anzeige

Die Wissenschaftler vom University College London konnten in einer Studie zeigen, dass bei Kleinkindern zwischen der täglichen Schlafdauer und der Energieaufnahme ein Zusammenhang besteht. Schliefen Kinder im Alter von 16 Monaten weniger als zehn Stunden pro Tag, aßen sie im Schnitt täglich 105 Kilokalorien mehr als Gleichaltrige, die mehr als 13 Stunden schliefen. Die Kalorienmenge stieg damit von rund 980 auf 1090 Kilokalorien an, was etwa einem Mehr von zehn Prozent entspreche, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift International Journal of Obesity. Der genaue Grund für den Zusammenhang sei noch unklar, so die Wissenschaftler. Die einfache Rechnung "wer länger wach ist, hat auch mehr Zeit zum Essen" machten sie jedoch nicht auf. Sie vermuten vielmehr, dass die Regulierung von Appetit-Hormonen durch kürzere Schlafmuster gestört wird.

In ihrer Studie hatten die Forscher Daten von über 1.300 britischen Familien gesammelt. Schlafgewohnheiten wurden bei Kleinkindern im Alter von 16 Monaten aufgenommen, die Ernährung im Alter von 21 Monaten. "Wir wissen, dass kürzerer Schlaf im frühen Lebensabschnitt die Gefahr erhöht, stark übergewichtig zu werden", erläutert Dr. Abi Fisher. "Deshalb wollten wir wissen, ob kürzerer Schlaf bei Kindern mit mehr verzehrten Kalorien einhergeht." Frühere Studien mit Erwachsenen und älteren Kindern hätten gezeigt, dass Menschen durch Schlafmangel mehr essen. Doch in ganz jungen Jahren seien es die Eltern, die entscheiden, wann ihre Kinder etwas zu sich nehmen. Deshalb hätte man nicht per se davon ausgehen können, dass sich bei Kleinkindern die gleichen Muster zeigen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Das hilft gegen Halsschmerzen

Einige Heilpflanzen und Hausmittel lindern Schmerzen und Kratzen im Hals.

Alkohol sorgt für Vorhofflimmern

Jeder Drink erhöht das Risiko für Herzrhythmusstörungen spürbar.

Krätze: Checkliste für Sofortmaßnahmen

Hautärzte haben die wichtigsten Verhaltensregeln kurz und verständlich zusammengefasst.

Thema der Woche: Weihnachtsbäckerei

Mit diesen 6 Tipps gelingt das Backen und Kochen ohne Unfälle und Blessuren.

Wann ein Haustier glücklich macht

Ob Hund, Katze oder Pferd: Haustiere tragen zum Wohlbefinden bei - unter gewissen Voraussetzungen.

Erhöht Weißwein das Hautkrebs-Risiko?

Drei große Studien weisen auf diesen Zusammenhang hin.

Die richtige Pflege für gesunde Haare

Für jeden Haartyp gibt es unterschiedliche Empfehlungen.

3 Risikofaktoren für Herzschwäche

Wer diese vermeidet, senkt die Gefahr für spätere Herzleiden um 85 Prozent.

Blutdrucksenker nicht einfach absetzen

Werden sie nicht regelmäßig wie verordnet genommen, schadet das der Gesundheit des Patienten.

Thema der Woche: Schmerz und Psyche

Neben körperlichen Auslösern gibt es auch andere Gründe für Schmerz.

Tropenpflanze enthält Wirkstoff gegen Ebola

Eine Substanz aus dem Baum Aglaia foveolata wirkt gegen die tödliche Infektion.

Macht Passivrauchen Kinder aggressiv?

Eine kanadische Studie zeigt, dass der Rauch das Verhalten verändert.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen