Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Lupinen können Allergien auslösen

Aktuelles

Geflochtenes Körbchen mit Lupinensamen

Lupinen-Samen enthalten bestimmte Eiweißstoffe, die Allergien auslösen können.
© Sergiogen - Fotolia

Fr. 22. August 2014

Lupinen können Allergien auslösen

Produkte aus Lupinen – einer Pflanze, die zur großen Familie der Hülsenfrüchtler gehört – werden einer Vielzahl von Lebensmitteln zugefügt, vor allem, um Gluten zu ersetzen. Doch obwohl viele das Lupinen-Eiweiß gut vertragen, kann es bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen.

Anzeige

Hautreaktionen wie Nesselsucht, Lippenschwellungen und Atemprobleme können die Folgen einer allergischen Reaktion auf bestimmte Eiweißstoffe der Lupinen-Samen sein, erläutern Experten von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente (FDA). Im schlimmsten Fall kann der Konsum von Lupinen-Mehl, -Kleie oder anderen Lupinen-Produkten zu einem anaphylaktischen Schock führen. Der FDA-Mediziner Stefano Luccioli warnt, dass insbesondere für Personen mit einer bekannten Allergie gegen Erdnüsse die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, auch auf Lupinen-Eiweiß allergisch zu reagieren.

Während Lupinen-Produkte in den USA erst seit Neuem auf dem Lebensmittelmarkt zu finden sind, wird Lupinen-Eiweiß in Europa schon länger verwendet. Da es glutenfrei ist, findet es sich in vielen Lebensmitteln, die für Menschen mit Zöliakie, einer Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten, geeignet sind. Aber auch in anderen, oft vegetarischen Produkten, wie Quark, Tofu, Aufstrichen, Backwaren oder Bratlingen kommen die Lupinen-Samen zum Einsatz. Ob ein Nahrungsmittel Lupinen-Bestandteile enthält, verrät ein Blick aufs Etikett, denn wo Lupine drin ist, sollte auch Lupine draufstehen. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge fällt die Lupine wegen ihres besonderen allergieauslösenden Potenzials unter die EU-Kennzeichnungspflicht für Allergene. Die Richtlinie 2006/142/EG vom 22. Dezember 2006 legt fest, dass Lupinen und Lupinen-Erzeugnisse wie Lupinen-Mehl, wenn sie als Zutaten in Lebensmitteln verwendet werden, unter allen Umständen auf der Etikettierung der Lebensmittel anzugeben sind.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Apfel und Salat gegen die Knoblauchfahne

Welche Mittel am besten helfen, um lästigen Knoblauchgeruch zu beseitigen.

Zahnersatz richtig pflegen

Eine schlecht gereinigte Prothese kann unter Umständen sogar Krankheiten verursachen.

Gute Vorsätze beugen Feiertags-Pfunden vor

Wer über die Festtage schlank bleiben möchte, kann jetzt schon etwas tun.

Thema der Woche: Starke Schmerzmittel

Solche Medikamente werden immer häufiger verschrieben. Lesen Sie hier, was bei der Einnahme zu beachten ist.

Vegan ist nicht automatisch gesund

Eine rein pflanzliche Ernährung kann schnell zu einem Nährstoffmangel führen.

Pilz könnte Morbus Crohn verursachen

Forscher sind der Ursache für die chronisch entzündliche Darmerkrankung auf der Spur.

Medikamente: 4 Tipps zur sicheren Einnahme

Je mehr Arzneimittel eingenommen werden, desto größer ist die Gefahr für Wechselwirkungen.

Gel-Spritze bei Mittelohrentzündung

Ein neuartiges Gel könnte die Therapie einfacher und sicherer machen.

Demenzform, die auch Jüngere betrifft

Manche Patienten mit Frontotemporaler Demenz fallen durch aggressives Verhalten auf.

Thema der Woche: Stress lass nach!

Wie man bei zu viel Druck im Alltag gegensteuern kann.

Innere Uhr: Frauen schlafen anders

Der veränderte Rhythmus könnte zu mehr Schlafstörungen führen.

Der beste Weg aus der Alkoholsucht

Forscher verglichen kontrolliertes Trinken mit totaler Abstinenz.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen