Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Malaria: Zahl der Todesfälle sinkt

Aktuelles

Malaria-Mücke

Kommen die Überträgermücken für Malaria erst gar nicht an die Menschen heran, z.B. durch Moskitonetze, sinken die Erkrankungszahlen erheblich.
© Alexander Zhiltsov - Fotolia

Mi. 10. Dezember 2014

Malaria: Zahl der Erkrankungs- und Todesfälle sinkt

Die Zahl der weltweiten Malaria-Erkrankungen ist in den Jahren von 2000 bis 2013 um 30 Prozent zurückgegangen. Zudem sind weniger Menschen an der Krankheit gestorben. Das geht aus dem Welt-Malaria-Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor.

Anzeige

Im Jahr 2013 infizierten sich weltweit etwa 198 Millionen Menschen mit den Parasiten, 584.000 starben an der Infektion, die meisten waren Kinder unter fünf Jahren. 90 Prozent aller Todesfälle traten in Afrika auf, berichtet die WHO. Auf diesem Kontinent starben 437.000 Kinder vor ihrem fünften Geburtstag an Malaria. Doch auch in Afrika sind die Zahlen der Malaria-Erkrankungen rückläufig – hier sogar etwas stärker: von 2000 bis 2013 sank die Zahl der Erkrankungsfälle um 34 Prozent.

Die Fortschritte führt die WHO vor allem auf eine verstärkte Kontrolle der Überträgermücken zurück. So haben immer mehr Menschen in betroffenen Gebieten Zugang zu mit Insektiziden imprägnierten Moskitonetzen. Auch der Zugang zu zuverlässigen Malaria-Tests und effektiver Therapie konnte dramatisch verbessert werden.

Sorgen bereitet der WHO die zunehmende Resistenzentwicklung der Mücken gegen Insektizide und der Parasiten gegen die eingesetzten Medikamente, vor allem Artemisin. Durch diese könnten die bisherigen Mittel ineffektiv werden und die Zahl der Todesfälle wieder ansteigen. Besonders problematisch ist die Situation derzeit in den von Ebola betroffenen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea. Denn die Ebola-Epidemie droht dort alle Erfolge im Kampf gegen Malaria zunichtezumachen. In 2013 erkrankten in diesen drei Ländern der WHO zufolge insgesamt 6,6 Millionen Menschen an Malaria, 20.000 Menschen starben. Wegen der hohen Zahl an Malaria- Erkrankungen und der momentanen Überlastung der Gesundheitssysteme hat die WHO empfohlen, währen der Ebola-Epidemie alle Fieberpatienten auch ohne Testung auf Malaria mit einer Artemisin-basierten Kombinationstherapie zu behandeln.

PZ/CH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Apfel und Salat gegen die Knoblauchfahne

Welche Mittel am besten helfen, um lästigen Knoblauchgeruch zu beseitigen.

Zahnersatz richtig pflegen

Eine schlecht gereinigte Prothese kann unter Umständen sogar Krankheiten verursachen.

Gute Vorsätze beugen Feiertags-Pfunden vor

Wer über die Festtage schlank bleiben möchte, kann jetzt schon etwas tun.

Thema der Woche: Starke Schmerzmittel

Solche Medikamente werden immer häufiger verschrieben. Lesen Sie hier, was bei der Einnahme zu beachten ist.

Vegan ist nicht automatisch gesund

Eine rein pflanzliche Ernährung kann schnell zu einem Nährstoffmangel führen.

Pilz könnte Morbus Crohn verursachen

Forscher sind der Ursache für die chronisch entzündliche Darmerkrankung auf der Spur.

Medikamente: 4 Tipps zur sicheren Einnahme

Je mehr Arzneimittel eingenommen werden, desto größer ist die Gefahr für Wechselwirkungen.

Gel-Spritze bei Mittelohrentzündung

Ein neuartiges Gel könnte die Therapie einfacher und sicherer machen.

Demenzform, die auch Jüngere betrifft

Manche Patienten mit Frontotemporaler Demenz fallen durch aggressives Verhalten auf.

Thema der Woche: Stress lass nach!

Wie man bei zu viel Druck im Alltag gegensteuern kann.

Innere Uhr: Frauen schlafen anders

Der veränderte Rhythmus könnte zu mehr Schlafstörungen führen.

Der beste Weg aus der Alkoholsucht

Forscher verglichen kontrolliertes Trinken mit totaler Abstinenz.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen