Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert EU-Behörde senkt BPA-Grenzwert

Aktuelles

Frau vor einem Supermarktregal.

Bisphenol A ist als Weichmacher in vielen Plastikverpackungen von Lebensmitteln enthalten.
© lightpoet - Fotolia

Mi. 21. Januar 2015

EU-Behörde senkt Bisphenol-A-Grenzwert

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat den sicheren Grenzwert für Bisphenol A (BPA) deutlich herabgesetzt. Gleichzeitig erklärt sie, dass die Belastung der Verbraucher mit BPA derzeit für keine Altersgruppe ein Gesundheitsrisiko darstellt.

Anzeige

Die Sachverständigen der EFSA haben den sicheren Grenzwert für BPA von 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag (µg/kg KG/Tag) auf 4 µg/kg KG/Tag herabgesetzt. Dr. Trine Husøy, Vorsitzende der BPA-Arbeitsgruppe erklärte: "Das Gremium beschloss, die Sicherheit von BPA aufgrund der Veröffentlichung einer überwältigenden Zahl neuer Forschungsstudien in den letzten Jahren neu zu bewerten." Die Behörde schätzt, dass die Belastung der Bevölkerung durch Lebensmittel und andere Quellen wie Staub, Kosmetika oder Thermopapier um das Drei- bis Fünffache unter dem neuen Grenzwert liegt.

Nach Auswertung neuer wissenschaftlicher Daten zu den toxischen Wirkungen der Substanz kam das Gremium zu dem Schluss, dass BPA in Konzentrationen, die den Grenzwert um mehr als das Hundertfache überschreiten, sich wahrscheinlich schädlich auf Leber und Nieren auswirkt. Außerdem könnte es Auswirkungen auf die Brustdrüse bei Tieren haben. Der Grenzwert sei als vorläufig anzusehen und werde überprüft, wenn die Ergebnisse einer Langzeitstudie des US-amerikanischen Nationalen Toxikologie-Programms in zwei bis drei Jahren zur Auswertung vorlägen.

BPA ist eine chemische Verbindung, die bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen, Mehrweg-Plastikgeschirr oder Schutzbeschichtungen zur Auskleidung von Dosen eingesetzt wird. Auch in Thermopapier, das gewöhnlich für Kassenbons und Quittungen verwendet wird, ist BPA verbreitet zu finden. Rückstände von BPA können in Lebensmittel und Getränke übergehen und vom Verbraucher aufgenommen werden; BPA aus anderen Quellen, einschließlich Thermopapier, Kosmetika und Staub, kann über die Haut aufgenommen oder eingeatmet werden. BPA steht im Verdacht, eine Vielzahl gesundheitlicher Probleme zu verursachen, u.a. im Hormonstoffwechsel, dem Herz-Kreislauf- und Nervensystem.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Apfel und Salat gegen die Knoblauchfahne

Welche Mittel am besten helfen, um lästigen Knoblauchgeruch zu beseitigen.

Zahnersatz richtig pflegen

Eine schlecht gereinigte Prothese kann unter Umständen sogar Krankheiten verursachen.

Gute Vorsätze beugen Feiertags-Pfunden vor

Wer über die Festtage schlank bleiben möchte, kann jetzt schon etwas tun.

Thema der Woche: Starke Schmerzmittel

Solche Medikamente werden immer häufiger verschrieben. Lesen Sie hier, was bei der Einnahme zu beachten ist.

Vegan ist nicht automatisch gesund

Eine rein pflanzliche Ernährung kann schnell zu einem Nährstoffmangel führen.

Pilz könnte Morbus Crohn verursachen

Forscher sind der Ursache für die chronisch entzündliche Darmerkrankung auf der Spur.

Medikamente: 4 Tipps zur sicheren Einnahme

Je mehr Arzneimittel eingenommen werden, desto größer ist die Gefahr für Wechselwirkungen.

Gel-Spritze bei Mittelohrentzündung

Ein neuartiges Gel könnte die Therapie einfacher und sicherer machen.

Demenzform, die auch Jüngere betrifft

Manche Patienten mit Frontotemporaler Demenz fallen durch aggressives Verhalten auf.

Thema der Woche: Stress lass nach!

Wie man bei zu viel Druck im Alltag gegensteuern kann.

Innere Uhr: Frauen schlafen anders

Der veränderte Rhythmus könnte zu mehr Schlafstörungen führen.

Der beste Weg aus der Alkoholsucht

Forscher verglichen kontrolliertes Trinken mit totaler Abstinenz.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen