Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Schlaganfall bei Frauen anders

Aktuelles

Rechter Bildrand Profil: Frau um die 60, blond, gelbe Bluse, Fingerspitzen der einen Hand fasst an schmerzende Stirn

Bei Frauen ist unter anderem Migräne ein Risikofaktor für Schlaganfall.
© Kurhan - Fotolia

Schlaganfall: Risikofaktoren und Warnsignale bei Frauen teils anders

Laut einer Umfrage unter US-Amerikanerinnen wissen die meisten Frauen nicht, dass es zusätzlich zu den allgemeinen Risikofaktoren und Anzeichen eines Schlaganfalls auch solche gibt, die speziell für Frauen typisch sind. Eine Expertin von der Ohio State University in den USA beschreibt, welche Besonderheiten bei Frauen auftreten können.

Anzeige

Zusätzlich zu den Risikofaktoren, die Männer und Frauen teilen, wie etwa Rauchen, Bewegungsmangel oder ein zu hoher Blutdruck über 140/90, gelten für Frauen einige Risikofaktoren, die nur für das weibliche Geschlecht typisch sind. "Eine Schwangerschaft erhöht das Schlaganfall-Risiko, insbesondere in den letzten Schwangerschaftsmonaten und direkt nach der Geburt des Kindes", sagt die Neurologin Dr. Diana Greene-Chandons vom Wexner Medical Center der Ohio State University in Columbus. Weitere Faktoren, die das Schlaganfallrisiko für Frauen erhöhen, sind die Einnahme von Verhütungsmitteln oder die Hormonersatztherapie, außerdem Migräne-Kopfschmerzen und die Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes, von denen eher Frauen betroffen sind.

"Viele Frauen glauben nicht, dass sie einen Schlaganfall erleiden können. Sie glauben, es handele sich um eine Männerkrankheit", sagt Greene-Chandons. Dies kann fatal sein, denn bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Deshalb sei es wichtig, die frühen Anzeichen zu kennen, so die Ärztin. Zu den Warnsignalen, die sich bei Frauen zusätzlich zu den allgemeinen Symptomen eines Schlaganfalls bemerkbar machen können, zählen zum Beispiel Schluckauf und atypische Schmerzen in der Brust. "Das kann dazu führen, dass Frauen eher an eine Herzkrankheit oder eine Magenverstimmung denken", sagt die Schlaganfall-Expertin. Des Weiteren könnten bei Frauen zusätzlich Schwindelgefühle auftreten, die anders seien als ein klassischer Schwindel, ein Taubheitsempfinden im ganzen Körper, wobei eine Seite stärker betroffen sei als die andere, und stärkere Kopfschmerzen. "Frauen sollten solche Symptome nicht ignorieren oder hoffen, dass sie wieder verschwinden", sagt Greene-Chandons. Wer dies tue, vergebe die Chance, akut behandelt zu werden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Zahnersatz richtig pflegen

Eine schlecht gereinigte Prothese kann unter Umständen sogar Krankheiten verursachen.

Gute Vorsätze beugen Feiertags-Pfunden vor

Wer über die Festtage schlank bleiben möchte, kann jetzt schon etwas tun.

Thema der Woche: Starke Schmerzmittel

Solche Medikamente werden immer häufiger verschrieben. Lesen Sie hier, was bei der Einnahme zu beachten ist.

Vegan ist nicht automatisch gesund

Eine rein pflanzliche Ernährung kann schnell zu einem Nährstoffmangel führen.

Pilz könnte Morbus Crohn verursachen

Forscher sind der Ursache für die chronisch entzündliche Darmerkrankung auf der Spur.

Medikamente: 4 Tipps zur sicheren Einnahme

Je mehr Arzneimittel eingenommen werden, desto größer ist die Gefahr für Wechselwirkungen.

Gel-Spritze bei Mittelohrentzündung

Ein neuartiges Gel könnte die Therapie einfacher und sicherer machen.

Demenzform, die auch Jüngere betrifft

Manche Patienten mit Frontotemporaler Demenz fallen durch aggressives Verhalten auf.

Thema der Woche: Stress lass nach!

Wie man bei zu viel Druck im Alltag gegensteuern kann.

Innere Uhr: Frauen schlafen anders

Der veränderte Rhythmus könnte zu mehr Schlafstörungen führen.

Der beste Weg aus der Alkoholsucht

Forscher verglichen kontrolliertes Trinken mit totaler Abstinenz.

Pflanzenkost senkt Entzündungszeichen

Folge: Ein geringeres Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt und Diabetes.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen