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Ginkgobaum

Inhaltsstoffe der Blätter des Ginkgobaumes sollen bei Demenz die Lebensqualität erhöhen.
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Fr. 15. Mai 2015

Bestätigt: Ginkgo-Extrakte helfen bei Demenz und Alzheimer

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat speziellen Extrakten aus Ginkgo eine positive Wirkung auf das Gehirn bescheinigt. Damit hat diese Behörde jetzt einen vorläufigen Schlussstrich unter die wissenschaftliche Kontroverse zur Ginkgo-Wirkung gezogen.

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Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hält Ginkgo-Extrakt bei Demenz für wirksam: Ein Komitee der obersten Arzneimittelbehörde Europas hat speziellen Ginkgo-Extrakten eine positive Wirkung bei Demenz bescheinigt. Die Daten wurden in einer Monografie veröffentlicht, die als Vorlage für Fachinformationen in Europa dienen soll. So wird laut EMA bei einer Dosis von 240mg am Tag die im Alter oft eintretende leichte Demenz verbessert und die Lebensqualität gesteigert. Für einen positiven Effekt muss das Medikament für mindestens acht Wochen eingenommen werden. Tritt nach drei Monaten keine Besserung ein oder sollten sich die Symptome gar verschlimmern, ist es ratsam, den Arzt entscheiden zu lassen, ob eine weitere Behandlung sinnvoll ist.

Laut Experten des Komitees für pflanzliche Arzneimittel wurden bei älteren, mit Ginkgo-Extrakt behandelten Personen erhöhte Hirnstromaktivitäten gemessen. Außerdem wurde eine Verbesserung der Fließfähigkeit des Blutes, geringere Gerinnungstätigkeit und die verbesserte Durchblutung bestimmter Hirnareale festgestellt. Diese Beobachtungen könnten der Grund für die positiven Ergebnisse ein. Wie stark die Effekte ausfallen, ist jedoch nicht bekannt, da die Studien teils widersprüchlich und schlecht miteinander vergleichbar sind.

Die EMA untersuchte auch, ob es Probleme durch die Einnahme geben kann. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit wurden nur selten beobachtet. Wer zusätzlich noch weitere Medikamente anwendet, lässt sich am besten zu Wechselwirkungen beraten. Das betrifft beispielsweise Personen, deren Blutgerinnung durch Medikamente oder von Natur aus verändert ist. Alle durchgeführten Untersuchungen beziehen sich auf spezielle Extrakte aus Ginkgoblättern. Zu weiteren Hinweisen zur Anwendung, und welche Medikamente die speziellen Extrakte enthalten, geben Apotheker gerne Auskunft.

LF

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