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Mann, ca. 50 Jahre alt, reibt sich unter seiner Brille die Augen.

Juckende und brennende Augen sind meistens harmlos. Bei anderen Beschwerden ist ein Gang zum Augenarzt aber vernünftig.
© auremar - Fotolia

Mo. 15. Juni 2015

Diese Augenbeschwerden sind kritisch

Etwas Jucken, Brennen und leichte Rötungen in den Augen: Das hat fast jeder hin und wieder, und meist besteht dabei keine akute Gefahr. Aber nicht immer ist dem so. Bei welchen Symptomen Sie zum Augenarzt gehen sollten, erläuterte Apotheker Dr. E. Martin aus Marktheidenfeld auf einer internationalen Apothekerfortbildung.

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Pollenallergien können Augenbeschwerden auslösen, die Betroffene nur zu gut kennen und die für das Auge nicht akut gefährlich sind. Wegen Heuschnupfen gerötete, juckende, brennende und tränende Augen lassen sich durch Mittel aus der Apotheke oft recht gut behandeln. Wichtig ist, dass die Allergie vom Arzt beurteilt und die Behandlung von ihm eingeleitet wurde. Was aber, wenn die Ursachen für Augenleiden unklar sind? Dann, so betonte Dr. Martin, sollte man auf folgende Alarmsymptome achten und rasch augenärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, wenn sie auftreten:

  • Beschwerden und Symptome nur an einem Auge
  • deutliche, plötzlich einsetzende Verschlechterung der Sehleistung
  • ausgeprägte Schmerzen tiefer im Auge und Lichtscheu
  • Augenbeschwerden nach mechanischer Einwirkung, etwa in Form eines Schlags oder Stoßes
  • Beschwerden nach handwerklicher Tätigkeit oder bei Verdacht auf eine Verätzung
  • rote Augen plus Ausfluss bei Neugeborenen
  • rote Augen nach vorheriger Augenoperation oder Augenerkrankung

Solche Beschwerden können auf unterschiedlichste Augenleiden hindeuten, die unbedingt behandelt werden sollten. Als ein drastisches Beispiel nannte Dr. Martin eine plötzliche Steigerung des Augeninnendruckes, Mediziner sprechen hier von einem Glaukom-Anfall. Typisch seien hier ein prall gespannter Augapfel, plötzlich einsetzende Augenschmerzen, eine Sehverschlechterung, zu Beginn die Wahrnehmung von Farbringen um Lichtquellen, starr erweiterte Pupille. Dazu kämen oft Übelkeit, Erbrechen sowie ausstrahlende Kopf-, Gesichts- oder Kieferschmerzen. Ein solcher Notfall erfordert eine umgehende augenärztliche Behandlung, denn es besteht akute Erblindungsgefahr.

Nicht so dramatisch, aber doch unbedingt vom Augenarzt zu behandeln sind beispielsweise Infektionen der Bindehaut des Auges. Bei bakterieller Bindehautentzündung kommt es nicht nur zur Bindehautrötung, es wird zudem gelbliches Sekret gebildet und die Augen sind verklebt. Behandelt wird mit Antibiotika meist in Form von Augentropfen. Bei durch Viren ausgelösten Augeninfektionen treten neben der Bindehautrötung ein klarer, wässriger Ausfluss und ein Fremdkörpergefühl im Augenbereich auf. Im Fall von Adenoviren, so warnte Martin, könne ein Virusinfekt im Auge sehr ansteckend sein. Neben einer symptomatischen Therapie seien daher Hygienemaßnahmen sehr wichtig, so etwa regelmäßiges Händewaschen beziehungsweise Oberflächendesinfektion, kein Händeschütteln, kein Augenreiben, keine gemeinsam genutzten Handtücher.

FS

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