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Mann mittleren Alters trinkt aus einem Wasserglas.

Bei akutem Sodbrennen kann es helfen, ein großes Glas Wasser zu trinken.
© Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)

Do. 18. Juni 2015

Was tun bei Sodbrennen und Magenschmerzen?

Sodbrennen oder Magenschmerzen kennen viele aus eigener Erfahrung. Der diesjährige Tag der Apotheke widmet sich daher verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden. Wie Sie Sodbrennen und Magenschmerzen vorbeugen können und wann ein Arztbesuch sinnvoll ist, lesen Sie hier.

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Jeder dritte Erwachsene hat zumindest ab und zu Sodbrennen, jeder vierte Magenschmerzen. Ein Drittel (33 Prozent) aller Betroffenen behandelt Sodbrennen mit rezeptfreien Medikamenten, ohne vorher einen Arzt aufzusuchen. Bei Magenschmerzen und Durchfall ist es jeder Vierte. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apotheker, für die 3.200 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt wurden. "Aber nicht jede Erkrankung ist für die Selbstmedikation geeignet, und nicht für jeden Patienten ist das gleiche Medikament optimal. Deshalb kommt der unabhängigen und individuellen Beratung der Apothekerin oder des Apothekers ein besonderer Stellenwert zu", sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA. Der "Tag der Apotheke" am 18. Juni steht unter dem Motto "Für Ihr Bauchgefühl. Was tun bei Magen-Darm-Beschwerden?" Lesen Sie hier, wie Sie Sodbrennen und Magenschmerzen vorbeugen können und wann ein Gang zum Arzt notwendig ist.

Wie können Sie vorbeugen?

  • Ein einfaches Mittel gegen akutes Sodbrennen ist, ein großes Glas Wasser zu trinken. Damit wird die Magensäure aus der Speiseröhre zurück in den Magen gespült.
  • Kaffee, alkoholische und kohlensäurehaltige Getränke regen die Magenschleimhaut an, mehr Säure zu bilden. Das gleiche gilt für Eis und eiskalte Getränke, denn Kälte vermindert die erwünschten Bewegungen der Speiseröhre. Solche Getränke daher lieber nur in Maßen konsumieren.
  • Fettarme, aber eiweißreiche Mahlzeiten (zum Beispiel Quark und andere Milchprodukte, mageres Fleisch) werden leichter verdaut als fettreiche.
  • Mehrere kleine Mahlzeiten werden oft besser vertragen als wenige große.
  • Gehen Sie nach dem Essen spazieren. Legen Sie sich nach dem Essen nicht hin: Im Liegen kann der Magensaft leichter in die Speiseröhre zurückfließen.
  • Abends möglichst wenig essen, dann ist der Magen beim Einschlafen fast leer. Zwischen Abendessen und Schlafengehen sollten am besten drei Stunden Abstand liegen.
  • Schlafen Sie mit einem erhöhten Kopfteil, zum Beispiel auf einem dicken Kopfkissen. Am besten legen Sie sich auf die linke Seite: Wegen der Magenkrümmung fließt der Magensaft dann nicht so leicht in die Speiseröhre zurück.
  • Tragen Sie keine eng sitzende oder einschnürende Kleidung.
  • Bewegung und Entspannungstechniken helfen dabei, besser mit Stress zurecht zu kommen.

Wann zum Arzt?

Sodbrennen und Magenschmerzen lassen sich oft durch rezeptfreie Medikamente behandeln. Aber eine Selbstmedikation ist nicht immer sinnvoll. In verschiedenen Fällen empfehlen Apotheker einen Arztbesuch. Dazu gehört:

  • Die Beschwerden halten länger als zwei Wochen an.
  • Die Schmerzen treten plötzlich auf oder halten die ganze Nacht an.
  • Sie müssen sich häufig erbrechen, haben Schluckbeschwerden, Husten oder Luftnot.
  • Sie bemerken Blut im Erbrochenen oder auf dem bzw. im Stuhl.
  • Sie verlieren ungeplant mehr als drei Kilogramm Gewicht.
  • Sie nehmen regelmäßig Schmerz- oder Rheumamittel ein.
  • Sie hatten in der Vergangenheit bereits ein Magengeschwür.
  • Ein Kind unter sieben Jahren ist erkrankt.
  • Bei plötzlich auftretenden, sehr starken Schmerzen verständigen Sie am besten einen Notarzt (Notruf 112).

Auf aponet.de finden Sie ebenfalls Informationen rund um das Thema: Im Themenspecial Magen und Darm sind Beiträge gebündelt, die sich mit verschiedenen Problemen wie Verstopfung, Durchfall oder Übelkeit befassen, und Medikamente vorstellen, die dagegen helfen. Gerade die Naturheilkunde ist hier gut vertreten, denn viele Heilpflanzen sorgen dafür, dass sich eine gestörte Funktion der Verdauungsorgane bald wieder normalisiert.

ABDA/NK

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