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Linker Bildrand, Frau auf Schaukel, nur Arme, Sommerkleid und nackte Beine zu sehen

Für Füße ist jetzt wieder Open-Air-Saison: Gerade im Sommer steigt aber auch das Risiko, sich mit Fußpilz zu infizieren.
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Fr. 26. Juni 2015

Fußpilz adé: Tipps für gesunde Füße

Warme Sommertage laden dazu ein, die Sandalen aus dem Schrank zu holen und den Füßen frische Luft zu gönnen. Glück hat, wer jetzt nicht unter Fußpilz leidet. "Etwa 70 Prozent der Bevölkerung hat diese Erkrankung schon einmal gehabt", sagt Uta Ense vom Vorstand der Apothekerkammer Bremen. Besonders wichtig sei es, die Infektion schnell und ausreichend lange zu behandeln.

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Bei Fußpilz handelt es sich um eine oft vorkommende und leider auch häufig chronische Infektion der Füße. Typische Symptome sind Hautrötungen, Schuppenbildung, Nässe, Bläschen, Juckreiz und Brennen. In den meisten Fällen sind die Zehenzwischenräume befallen, aber auch die Fußsohlen oder der Fußrücken können betroffen sein. Der Erreger befällt speziell die Haut, Nägel und Haare. Er fühlt sich in feucht-warmem Milieu wohl, daher ist das Risiko im Schwimmbad, in der Sauna oder in Umkleidekabinen besonders hoch. Auch Ältere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Fußfehlstellungen erkranken häufiger. In seltenen Fällen kann die Infektion auch durch Hefe- oder Schimmelpilze ausgelöst werden.

Machen sich erste Symptome bemerkbar, sollte man nicht lange warten. "Wer meint, der Fußpilz geht einfach von alleine wieder weg, liegt falsch und riskiert einen chronischen Verlauf", warnt Apothekerin Ense. Zudem könne sich der Pilz ausbreiten. Die Behandlung dauere in der Regel zwei bis vier Wochen und richte sich nach dem Ausmaß der Infektion. Inzwischen gebe es auch Präparate, die nur eine Woche oder sogar einmalig angewendet werden müssen. "Insgesamt verleitet das aber dazu, das Präparat nicht mehr aufzutragen, wenn sich die Symptome innerhalb weniger Tagen bessern. Genau das begünstigt aber einen Rückfall", so die Apothekerin. Wichtig sei es auch, immer beide Füße zu behandeln und dabei nicht nur die Zehenzwischenräume, sondern auch die Sohlen und Fußränder zu berücksichtigen.

Um gar nicht erst an Fußpilz zu erkranken oder das Risiko möglichst gering zu halten, gibt Emse einige Tipps: So ist es beispielsweise wichtig, Füße und Zehenzwischenräume immer trocken zu halten. Handtücher, Badematten, Socken und Bettwäsche sollten regelmäßig gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. "Billige Schuhe scheinen auf den ersten Blick reizvoll, bieten allerdings idealen Nährboden für Keime, da es sich oftmals nicht um atmungsaktives Material handelt und die Füße schnell schwitzen", sagt Ense. Doch auch Sportschuhe können Fußpilz fördern, daher sollten sie idealerweise nur zum getragen und anschließend ordentlich ausgelüftet werden.

Apothekerkammer Bremen

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