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Junge Frau, blonder Pferdeschwanz, beim vergnügten Verspeisen einer Portion Pommes mit Ketchup in Pappschale

Mit dem Essen aufhören, wenn man satt ist - das fällt vielen vor allem bei fettigem Essen schwer.
© Uwe Grötzner - Fotolia

Mi. 08. Juli 2015

Fettes Essen stört Darmflora und Gehirn

Warum greift man immer wieder in eine Tüte mit Pommes, obwohl man eigentlich nur ein oder zwei probieren wollte? Und warum hat man, wenn alles aufgegessen ist, trotzdem noch Lust auf mehr? Eine Erklärung hierfür könnte eine neue Studie mit Ratten aus den USA liefern.

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Durch eine fettreiche Ernährung verändert sich die Bakterien-Gemeinschaft im Darm. Darüber hinaus wirke sie sich auf Signalwege zum Gehirn aus: Sie behindere die Fähigkeit des Gehirns, festzustellen, wann man satt sei. Das berichteten US-amerikanische Forscher auf einer Tagung der Society for the Study of Ingestive Behavior in Denver, USA. Wurden Ratten auf eine fettreiche Ernährung umgestellt, organisierten sich Schaltkreise im Gehirn um, berichtete Krzysztof Czaja, Professor für Neuroanatomie im Bereich Veterinärmedizin der University of Georgia. "Bei einer unausgewogenen Ernährung verändert sich das Gehirn. Sie verursacht Entzündungen in Gehirnregionen, die für das Fressverhalten verantwortlich sind", erklärte der Forscher. Diese neu organsierten Verschaltungen und Entzündungsreaktionen könnten Signalwege beeinflussen, die das Gefühl, satt zu sein, vermitteln.

Ein Blick auf den Darm zeigte, dass sich Fettreiches auch hier auswirkt. Bei einer ausgewogenen Ernährung befindet sich die Gemeinschaft der vielen unterschiedlichen Darmbakterien in einer Balance. "Es gibt kleine Veränderungen, aber im Allgemeinen ist diese Population recht stabil", sagte Czaja. Als die Forscher jedoch damit begannen, das Futter der Ratten zu verändern, veränderte sich auch die Zusammensetzung der Darmflora. Diese Veränderungen wiederum könnten zu Entzündungen führen, die Nervenzellen schädigen, über die Signale vom Darm zum Gehirn geleitet werden, so die Forscher. Das Resultat sei eine Fehlkommunikation, wobei noch unklar sei, ob die Veränderungen dauerhaft seien oder sich umkehren ließen. Wolle man wissen, wie sich die Ernährung auf die Gesundheit auswirke, müsse man systemisch denken, so das Fazit der Wissenschaftler. Schließlich seien alle Komponenten und Rezeptoren in unserem Körper miteinander verbunden und müssten harmonisch zusammenarbeiten.

HH

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