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Zappeln ist gesund.

Eltern versuchen ihren Kindern oft mühsam, das Zappeln abzugewöhnen.
© Gribanov - Fotolia

Mi. 23. September 2015

Bloß nicht stillsitzen: Zappeln ist gesund

Langes Sitzen ist ungesund, warnen Experten immer wieder. Allerdings kommt es auch auf die Art des Sitzens an, denn nicht jedes Sitzen ist gleich schlecht für die Gesundheit, wie eine neue Studie aus Großbritannien zeigt. Diese belegt die Vorteile des Zappelns.

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"Kannst du nicht endlich mal still sitzen?", fragen manche Eltern ihre Sprösslinge genervt, wenn diese ständig auf dem Stuhl hin und her rutschen und die Füße nicht still halten können. Dabei tun viele Kinder offenbar intuitiv das, was einer neuen Studie zufolge viel gesünder ist als starres Sitzen. Wie britische Forscher herausfanden, kann das Gezappel den negativen Auswirkungen von langem Sitzen entgegenwirken. Bei Frauen, die nach eigenen Angaben nur selten beim Sitzen auf ihrem Stuhl herumrutschen, stieg die Sterberate. Das ergab eine Auswertung von Daten von mehr als 14.000 Teilnehmerinnen einer großen Studie der Unversity of Leeds. Beurteilten die Frauen sich selbst als zappelig, wirkte sich langes Sitzen nicht auf die Sterblichkeit aus: Ihre Rate war vergleichbar mit der von Frauen, die insgesamt aktiver waren. Dies berichten Professorin Janet Cade und Kollegen in der Fachzeitschrift American Journal of Preventive Medicine.

Schon in früheren Arbeiten habe sich gezeigt, dass es sich positiv auf die Gesundheit auswirke, wenn langes Sitzen immer wieder durch Pausen unterbrochen werde. So verbessere sich dadurch zum Beispiel der Body Mass Index (BMI) und die Reaktion des Körpers auf Glukose und Insulin. Ihre Arbeit bestätige nun, dass nicht nur Pausen, sondern schon die kleinen Bewegungen, die beim unruhigen Sitzen ausgeführt werden, der Gesundheit nützen können, sagt Cade. Derzeit werden mit Gezappel eher negative Eigenschaften verbunden, zum Beispiel Unhöflichkeit und ein Mangel an Konzentration. Angesichts der Tatsache, dass diese einfachen Bewegungen einen so positiven Einfluss auf die Gesundheit haben, müsse sich diese Einstellung ändern, findet Cade.

HH

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