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Die Zahl der Geschlechtskrankheiten hat sich in den letzten Jahren erhöht.

Das nächste Date ist nur einen Klick entfernt: Apps machen es heutzutage sehr einfach, schnell den Partner zu wechseln.
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Mi. 04. November 2015

Mehr Geschlechtskrankheiten durch Dating-Apps?

Sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis, Tripper oder Infektionen mit Chlamydien sind seit einiger Zeit in Deutschland wieder auf dem Vormarsch. Britische Mediziner vermuten, dass die schnelle Partnersuche über Dating-Apps dafür mitverantwortlich sein könnte.

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Jüngste Zahlen aus Großbritannien zeigen, dass die Zahl der Syphilis-Fälle im Jahr 2014 um 33 Prozent angestiegen ist, die von Gonorrhoe um 19 Prozent. Die Organisation "British Association for Sexual Health and HIV" geht davon aus, dass Dating-Apps an diesen Zahlen schuld sind. Denn während in der realen Welt der Kontakt über Blicke suchen, Mut fassen und Ansprechen entsteht, lassen sich über Dating-Apps mit nur einem Klick unverbindliche Kontakte knüpfen. Je schneller die Partner jedoch getauscht würden, desto höher sei die Gefahr, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren, warnt Dr. Peter Greenhouse im Gespräch mit dem Radiosender BBC Newsbeat.

Was ihm wirklich Sorgen bereite, sei die Ausbreitung von HIV. Wenn viele Menschen die Partner häufig tauschten, könne dies zu einer starken Ausbreitung der Immunschwächekrankheit führen, befürchtet Greenhouse. Er fordert daher die Betreiber von Dating-Apps auf, Safer Sex und Verhütung stärker zu thematisieren. Marie Cosnard, Mitarbeiterin einer Dating-App-Agentur, sieht dagegen nicht die Apps als Ursache für die steigenden Zahlen. Die Apps würden vielmehr soziale Entwicklungen und veränderte Verhaltensweisen wiederspiegeln. So gebe es heute eine liberalere Einstellung, was die Zahl der Partner und die Art der Beziehung angehe. Die Menschen müssten besser über sexuelle Gesundheit ihre persönliche Verantwortung aufgeklärt werden, so Cosnard.

HH

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