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Körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf das Gehirn aus.

Körperliche Fitness ist nicht nur gut für die Figur, sondern hält auch den Geist fit.
© Tomasz Trojanowski - Fotolia.com

Di. 10. November 2015

Fitte Beine sorgen für fittes Gehirn

Körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf das Gehirn aus. Das bestätigten jetzt britische Wissenschaftler: Sie haben nachgewiesen, dass das Gehirn von Frauen mit einer besseren Muskelfitness, gemessen an der Kraft der Beine, langsamer alterte.

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Die geistige Leistungsfähigkeit blieb bei Frauen, deren Beinmuskulatur zu Beginn der Studie kräftiger war, besser erhalten. Auch zehn Jahre später traten weniger altersbedingte Veränderungen im Gehirn auf. Das berichtet das Forscherteam um Studienleiterin Dr. Claire Steves vom King's College London in der Fachzeitschrift Gerontology. Um kognitive Leistungen wie Denken, Lernen und Erinnern gut miteinander vergleichen zu können, hatten die Wissenschaftler die Studie mit Zwillingspaaren durchgeführt. Dabei zeigte sich: Anhand der Muskelkraft der Beine ließen sich Veränderungen, die das Gedächtnis und das Verarbeiten von Informationen betreffen, besser vorhersagen als durch andere Faktoren.

Dass sich körperliche Aktivität positiv auf die Alterung des Gehirns auswirkt, habe sich schon in früheren Arbeiten gezeigt, so die Forscher. In Tierstudien etwa habe Muskeltraining Hormone freigesetzt, die das Wachstum von Nervenzellen unterstützen. Die aktuelle Studie deutet nun darauf hin, dass sich einfache Übungen zur Kräftigung der Beinmuskulatur positiv auf den Erhalt der geistigen Fähigkeiten auswirken können. Da die Beine die größten Muskeln im Körper beherbergen, seien sie im Hinblick auf die Muskelfitness besonders interessant und könnten leicht durch viele Alltagsaktivitäten wie Stehen oder Gehen trainiert werden. Die Forscher hatten ihre Studie mit 324 weiblichen Zwillingen durchgeführt, die zu Beginn der Studie im Durchschnitt 55 Jahre alt gewesen waren. Weitere Studien seien nun nötig, um zu sehen, ob sich der gefundene Zusammenhang auch auf ältere Menschen und Männer übertragen lasse. Auch seien die Mechanismen, die hinter der Verbindung steckten, noch unklar.

HH

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