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Kognitive Verhaltenstherapie gegen Zahnarzt-Phobie

Zahnärzte bemühen sich, ihren Patienten ein möglichst angenehmes Umfeld für die Behandlung zu schaffen.
© Kzenon - Fotolia.com

Fr. 27. November 2015

5 Sitzungen Verhaltenstherapie lindern Zahnarzt-Phobie

Schweißnasse Hände sind bei Patienten auf dem Zahnarztstuhl sicher keine Seltenheit. Bei manchen ist die Angst jedoch so groß, dass sie sich nur sediert behandeln lassen oder den Zahnarztbesuch gleich ganz vermeiden. Eine neue Studie belegt jetzt, dass die kognitive Verhaltenstherapie gegen Zahnarzt-Phobie helfen kann.

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"Unsere Studie zeigt, dass die meisten Studienteilnehmer nach durchschnittlich fünf Sitzungen in der Lage waren, sich vom Zahnarzt behandeln zu lassen, ohne dass eine Sedierung nötig gewesen wäre", sagt Professor Tim Newton vom King's College London. Dies galt für rund 80 Prozent der Teilnehmer, die an einer Zahnarzt-Phobie litten, wie der Wissenschaftler gemeinsam mit Kollegen im British Dental Journal berichtet. Die kognitive Verhaltenstherapie kann dabei helfen, ungünstige und unangemessene Denk- und Verhaltensmuster zu überdenken und neu auszurichten. Sie hat sich besonders bei Depressionen und Ängsten oft als hilfreich erwiesen.

Die Angst vor dem Zahnarzt sei sehr häufig, so die Forscher. Zu einer Phobie werde sie, wenn sie das Leben eines Menschen beeinträchtige. So vermeiden Menschen mit einer Zahnarzt-Phobie häufig den Gang zum Zahnarzt und es kommt eher zu Zahnschmerzen, einer schlechten Mundgesundheit und anderen Problemen. In ihrer Studie verursachten Spritze und Bohrer die größten Ängste.

Wegen ihrer Ängste bekommen Menschen mit Zahnarzt-Phobie vor der Behandlung sehr häufig sedierende Medikamente, damit sie für kurze Zeit entspannt genug sind, die Zahnbehandlung über sich ergehen zu lassen. "Das hilft ihnen aber nicht, ihre Angst langfristig zu überwinden", sagt Newton. Das vorrangige Ziel der von ihnen angebotenen kognitiven Verhaltenstherapie sei es, die Patienten in die Lage zu versetzten, eine Zahnbehandlung zu erhalten, ohne dass eine Sedierung nötig werde. "Dafür arbeiten wir mit jedem Patienten individuell, um Ziele entsprechend der eigenen Prioritäten zu setzten", sagt Newton.

HH

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