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Mit diesen Tipps können Sie das Fresskoma nach dem Festmahl vermeiden.

Ob Truthahn, Weihnachtsgans oder Sauerbraten: Schuld an dem sogenannten Fresskoma sind nicht die Speisen an sich, sondern die zu großen Portionen.
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Fr. 25. Dezember 2015

Fresskoma nach Festmahl: Truthahn unschuldig

In den USA hält sich hartnäckig der Mythos, dass eine bestimmte Aminosäure, das L-Tryptophan, das in Truthahn enthalten ist, nach dem Festmahl für die bleierne Müdigkeit sorgt. Dabei ist es wohl eher das üppige Essen an sich, sagt Ernährungsberaterin Kim Sasso vom Loyola University Health System. Sie gibt Tipps, wie sich ein Fresskoma vermeiden lässt.

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  • Keine Mahlzeiten ausfallen lassen: Wer frühstückt und zu Mittag isst, kann vermeiden, sich beim abendlichen Festessen zu über(fr)essen. Wer dagegen versuche, sich den Appetit bis zum Abend aufzusparen, esse dann unter Umständen viel mehr als geplant, und die Gefahr des besagten Fresskomas steige.
  • Bewusst essen: Statt sich auf das Alltägliche zu stürzen, sollte man sich auf das konzentrieren, was es nicht jeden Tag gibt. Sasso empfiehlt, nicht schon bei den Vorspeisen zuzuschlagen, wenn man sich eigentlich auf den Hauptgang freut.
  • Qualität statt Quantität: Drei Stücke vom Kuchen schmecken nicht besser als eine kleine Kostprobe. Um Kalorien zu sparen, rät sie, zum Beispiel auf die Sahne oder Eiscreme obendrauf zu verzichten. Tipps, die sich beliebig auch auf andere festliche Desserts übertragen lassen.
  • Bei Obst und Gemüse zugreifen: Selbst wenn sie mit Butter oder Rahmsoße gereicht werden, enthalten sie immer noch viele Vitamine sowie Mineralien und sind reich an Ballaststoffen.

Müde mache also nicht der Truthahn oder die im Truthahn enthaltene Aminosäure, sondern die großen Mengen, die bei dem Festmahl verzehrt werden. Die essentielle Aminosäure L-Tryptophan selbst sei im Übrigen nicht nur in dem Geflügel, sondern auch in Joghurt, Eiern, Fisch, Käse, anderen Fleischsorten und Sojabohnen enthalten.

HH

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