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Koffein ist nicht schuld an Herzrhythmusstörungen.

Kaffeetrinker müssen keine Angst vor Herzrhythmusstörungen haben.
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Mi. 27. Januar 2016

Koffein führt nicht zu Herzstolpern

Aus Sorge vor Herzproblemen verzichten manche Menschen auf Koffeinhaltiges. Im Hinblick auf Herzstolpern scheint dies einer neuen US-Studie zufolge nicht notwendig zu sein. Regelmäßiger Konsum von Koffein führt demnach nicht zu Extraschlägen des Herzens.

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Für die Studie wählten die Forscher von der University of California in San Francisco 1.400 Studienteilnehmer aus, die nicht bereits unter Herzrhythmusstörungen litten. 61 Prozent von ihnen tranken täglich koffeinhaltige Produkte. In einem Überwachungszeitraum von 24 Stunden überprüften sie die Zahl der Herzschläge pro Stunde und fanden heraus: Ein häufiger Konsum von koffeinhaltigen Produkten wie Kaffee, Tee oder Schokolade steht nicht mit Extraschlägen des Herzens in Verbindung. Das berichten die Forscher im Journal of the American Heart Association.

Empfehlungen, die sich gegen einen regelmäßigen Konsum koffeinhaltiger Produkte aussprächen, um einer Störung des Herzrhythmus vorzubeugen, müssten neu überdacht werden, sagt der Kardiologe Gregory Marcus, Senior-Autor der Studie. So sei es denkbar, dass manche Menschen dadurch unnötig davon abgehalten würden, Produkte zu konsumieren, die auch einen nützlichen Effekt für das Herzkreislaufsystem haben könnten. Ob sich jedoch der akute Konsum von koffeinhaltigen Produkten auf zusätzliche Herzschläge auswirkt, müsse noch weiter erforscht werden. Ein vorzeitiges Zusammenziehen des Herzmuskels, das manchmal als Herzstolpern wahrgenommen wird, komme auch bei gesunden Menschen vor und sei relativ weit verbreitet. In seltenen Fällen könne sich dadurch jedoch die Gefahr für Herzkrankheiten und Schlaganfälle erhöhen.

HH

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