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Die fünf wichtigsten Fakten zum Zika-Virus.

Die Asiatische Tigermücke übertragt das Zika-Virus. Es steht unter Verdacht, bei Neugeborenen schwere Schädelfehlbildungen zu verursachen.
© demarfa - Fotolia

Di. 09. Februar 2016

Fünf Fakten zum Zika-Virus

Bis vor Kurzem noch kaum bekannt, stehen Zika-Viren mittlerweile weltweit im Fokus der Öffentlichkeit. In einem Artikel in der Fachzeitschrift CMAJ fassen die Infektionsforscher Derek MacFadden und Isaac Bogoch von der University of Toronto, Kanada, den derzeitigen Stand der Kenntnisse zusammen.

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  • Infektion: Das Zika-Virus wird durch Mückenstiche übertragen und verursacht bei den meisten Menschen eine symptomlose Infektion oder nur leichte Symptome. Ein Hautausschlag, Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie eine Bindehautentzündung können Anzeichen einer Zika-Infektion können. Diese kann bis zu einer Woche andauern.
  • Verbreitung: Seit es im Mai 2015 auch in Basilien identifiziert wurde, hat sich das Zika-Virus durch Stiche infizierter Aedes-Mücken schnell verbreitet. So sind mittlerweile viele Länder in Süd- und Zentralamerika, der Karibik und Mexiko betroffen. Aedes-Mücken, die auch Denguefieber, Chikungunya und Gelbfieber übertragen können, sind weltweit in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet. Sie stechen auch tagsüber, sind aber besonders in der Dämmerung und im Morgengrauen aktiv.
  • Schutz: Wer in eine Region reist, die von Zika-Infektionen betroffen ist, sollte sich entsprechend schützen. Informationen über die aktuelle geographische Verbreitung gibt es im Internet. Um Stiche zu vermeiden, sollte schützende Kleidung getragen werden, also langärmlige Shirts und lange Hosen, die die Haut bedecken. Schutz bieten zudem Insektenabwehrmittel mit den Wirkstoffen Diethyltoluamid (DEET) oder Icaridin.
  • Behandlung: Wurde eine Infektion mit Zika-Viren diagnostiziert, kann in Absprache mit dem behandelnden Arzt zum Beispiel eine Behandlung mit Paracetamol helfen, das Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern.
  • Schwangerschaft: Es gibt die Vermutung, dass zwischen Zika-Infektionen bei Schwangeren und dem Auftreten einer sogenannten Mikrozephalie bei Neugeborenen eine Verbindung besteht. Dabei handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung, bei der Schädel und damit auch das Gehirn der Neugeborenen kleiner sind als normal. Obwohl der Zusammenhang noch erforscht wird, raten Ärzte Schwangeren und Frauen, die eine Schwangerschaft planen, die Risiken zu bedenken und Reisen in betroffene Länder eventuell zu verschieben.

Weitere Informationen zum Zika-Virus gibt es hier:

HH

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