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Wann Schluckauf nicht mehr harmlos ist, erklärt ein Mediziner.

Um Schluckauf loszuwerden, gibt es viele Tricks. Zum Beispiel, für kurze Zeit den Atmen anhalten.
© Klaus Eppele - Fotolia.com

Mi. 17. Februar 2016

Schluckauf – nur lästig oder Grund zur Sorge?

Ein Schluckauf ist in aller Regel vor allem eines: lästig. Nur in seltenen Fällen steckt etwas Schlimmeres dahinter. Was das krampfartige Zusammenziehen des Zwerchfells auslösen kann, erklärt Timothy Pfanner, Mediziner von der Texas A&M University in den USA.

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Ein gelegentlicher Schluckauf,wie ihn jeder einmal hat, ist in den meisten Fällen zwar lästig, aber harmlos. Bei Rauchern, die immer auch ein wenig Luft schlucken, sowie bei Menschen, die größere Mengen an Alkohol getrunken haben, sei das Auftreten eines Schluckaufs zum Beispiel ein häufiges Phänomen. Alles, wodurch sich der Magen überdehne, könne Schluckauf verursachen, sagt Pfanner. Häufig verursache auch ein Rückfluss von Magensäure den Schluckauf. Gleiches lasse sich erstaunlicherweise auch von Ohrinfektionen sagen. Werde das Trommelfell gereizt oder gelange ein Haar ins Ohr, könne dies zu Schluckauf führen. "Das ist ein sehr häufiger Grund für Schluckauf, der nicht nachlässt", sagt Pfanner.

Bleibe der Schluckauf länger als zwei Tage, sei das ein Anlass, den Arzt aufzusuchen, sagt Pfanner. Gleiches gilt, wenn er häufiger als sonst oder mit weiteren Begleiterscheinungen zusammen auftritt. So kann der Schluckauf, wenn auch nur in seltenen Fällen, Anzeichen einer schwereren Erkrankung sein. Einige Krebserkrankungen etwa könnten mit besonders hartnäckigem Schluckauf einhergehen, zum Beispiel Tumore des Gehirns, der Lymphknoten oder des Magens. Andererseits könne das Dauerhicksen im Gefolge eines Schlaganfalls auftreten. Nicht zuletzt könne ein unangenehmer Schluckauf auch auf eine Entzündung im Bereich des Herzmuskels oder sogar einen drohenden Herzinfarkt hindeuten.

Ratschläge, wie man das lästige Hicksen stoppen kann, gibt es viele. Pfanner empfiehlt unter anderem folgende Methoden, um den Schluckauf zu lindern: Für kurze Zeit den Atem anhalten oder in einen Beutel atmen. Andere Möglichkeiten seien, Eiswasser zu trinken, in eine Zitrone zu beißen oder die Knie zum Brustkorb zu ziehen, um auf diese Weise Druck auszuüben.

HH

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