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Getränke für Kinder enthalten oft viel zu viel Zucker.

Schon ein Glas Fruchtsaft deckt häufig die für Kinder empfohlene Tagesmenge an Zucker.
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Do. 31. März 2016

So ungesund sind Säfte und Smoothies

Viele Getränke auf Fruchtbasis enthalten viel zu viel Zucker. Zu diesem Ergebnis kamen britische Forscher, die den Zuckergehalt von über 200 speziell für Kinder vermarkteten Getränke in Großbritannien errechnet haben, darunter vermeintlich gesunde wie 100 % natürliche Fruchtsäfte und Smoothies.

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Fast die Hälfte der untersuchten Produkte enthalte schon die für Kinder empfohlene Tagesmenge von 19 Gramm oder fünf Teelöffeln Zucker, wenn nicht sogar mehr. Das berichten die Forscher um Professor Simon Capewell von der University of Liverpool online in der Fachzeitschrift BMJ Open. Viele Eltern greifen wegen den negativen Effekten von künstlich zugefügtem Zucker zu vermeintlich gesünderen Alternativen. Doch sei der Zuckergehalt von Fruchtgetränken, darunter auch natürlichen Fruchtsäften und Smoothies, inakzeptabel hoch, so Capewell. Bei den getesteten Getränken schnitten Smoothies am schlechtesten ab.

Die Forscher hatten die Menge an freiem Zucker in unterschiedlichen Fruchtgetränken für Kinder untersucht. Darunter fallen Einfachzucker wie Glukose und Fruktose, der als Haushaltszucker bekannte Zweifachzucker Saccharose sowie Zucker, der natürlich in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten vorkommt. Nicht in diese Kategorie fällt der natürliche Zucker in ganzen Früchten und Gemüsen, der vom Körper anders verarbeitet wird. Aufgrund ihrer Ergebnisse empfehlen die Wissenschaftler, Fruchtgetränke nicht als Ersatz für Obst anzusehen. Obst solle als Ganzes verzehrt werden, nicht als Saft. Bieten Eltern ihren Kindern Säfte zum Trinken an, sollen diese am besten mit Wasser verdünnt werden und nur zu den Mahlzeiten getrunken werden.

HH

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