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Nicht nur Kinder verschlucken Gegenstände, sondern auch Erwachsene.

Kaum zu glauben, aber manche verschlingen die Häppchen mitsamt dem Spieß.
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Mi. 04. Mai 2016

Knochen, Spießchen & Co.: Verschluckte Gegenstände sicher entfernen

Nicht nur Kinder verschlucken Gegenstände, sondern auch Erwachsene. Die Palette reicht von kleinen Knochen, Gräten oder Stückchen vom Gebiss bis hin zu Käsepikern und Knopfbatterien. Bei der Frage, was in welchem Fall zu tun ist, können sich Ärzte jetzt an einer europäischen Leitlinie orientieren.

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Die neue Leitlinie für die Bergung von verschluckten Gegenständen bei Erwachsenen gibt Ärzten Empfehlungen, in welchem Fall operiert werden sollte, wann ein Gegenstand endoskopisch zu entfernen ist oder wann es genügt, abzuwarten und zu beobachten. "Wenn jemand eine Knopfbatterie verschluckt, muss der Arzt sofort handeln, denn durch elektrische oder chemische Reaktionen können die Magen- oder Darmschleimhäute geschädigt werden", sagt Prof. Dr. Alexander Meining von der Ulmer Universitätsklinik für Innere Medizin I, die federführend an der Erarbeitung der Leitlinie beteiligt war. Auch Magneten müssten sofort entfernt werden. Mit ihrer Anziehungskraft könnten sie beispielsweise zwei Darmschlingen zusammenkleben und verletzen, erklärt der Leiter der Endoskopie. Verletzungsgefahr besteht darüber hinaus bei scharfen und großen Gegenständen.

Abhängig vom verschluckten Gegenstand und seiner Lage kann ein Eingriff notwendig werden. Beim Entfernen können spezielle endoskopische Instrumente mit verschiedenen Greifarmen, mit Schlingen oder Körbchen zum Schutz des umgebenden Gewebes zum Einsatz kommen. Sitzt ein ungefährlicher Gegenstand noch vor dem Magen, lässt er sich mitunter in den Magen hineinschieben. Im Extremfall kann jedoch auch eine Operation notwendig werden. Bei kleinen stumpfen Gegenständen müsse man dagegen oft nichts unternehmen, sondern nur beobachten, sagt Meining.

Die Bandbreite der verschluckten Dinge ist groß. "Häufig werden Gebissteile oder ungeeignete Bestandteile des Essens verschluckt, beispielsweise ein zu großes Stück Steak vom Grill oder Fischgräten", sagt Meininger. "Wir haben aber auch Patienten, die eine Glasscherbe verschlucken oder mit Käse und Traube zusammen den spitzen Plastikpiker". Für Betroffene gilt: Wer etwas Ungenießbares verschluckt, sollte wenn möglich einen identischen Gegenstand, also beispielsweise noch einen Käsepiker, mit zum Arzt bringen. Das erleichtere Diagnose und Therapie. Ein besonderer Fall für den Arzt seien Menschen mit psychischen Erkrankungen, die absichtlich Gegenstände verschlucken, vom langen Eislöffel bis hin zu Pflaster oder Rasierklingen, so Meining.

HH

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