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Wenn das Stillen Probleme bereitet, gibt es Hilfe in der Apotheke.

Muttermilch ist gerade in den ersten Lebensmonaten die beste Nahrung für Säuglinge.
© pololia - Fotolia.com

Sa. 07. Mai 2016

Thema der Woche: Stillen – Rat und Hilfe aus der Apotheke

Gestillte Babys sind widerstandsfähiger, durch die Muttermilch optimal versorgt und entwickeln später weniger chronische Erkrankungen, wie Studien gezeigt haben. Doch gerade bei Erstgebärenden bereitet das Stillen oft Probleme. Hier hilft eine diskrete Beratung aus der Apotheke.

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In Apotheken fragen häufig Frauen nach Rat, die zu viel oder zu wenig Muttermilch haben, weiß Tatjana Zambo, Vorstandsmitglied des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Die Lösung kann eine Milchpumpe sein. Zu geringer Milchfluss kann durch eine Pumpe und regelmäßiges Abpumpen gesteigert werden. Wer hingegen zu viel Milch hat, kann die Muttermilch abpumpen und so die Brust entlasten, beispielsweise wenn das Kind anfängt durchzuschlafen", sagt die Apothekerin. Viele Apotheken bieten Milchpumpen gegen eine kleine Leihgebühr an. Wenn medizinische Gründe für eine Nutzung der Milchpumpe vorliegen, kann ein Arzt sie auch auf Rezept verordnen. In diesen Fällen übernimmt dann die Krankenkasse die Gebühr für das Ausleihen.

Hilfe für fast alle Probleme

Auch wenn es bei den Müttern prinzipiell mit dem Stillen klappt, können Wundsein oder andere Beschwerden an der Brust dazu führen, dass Frauen sehr früh mit dem Stillen aufhören. Durch das Stillen verändern sich die Brüste der Frau, sodass es manchmal zu ziehenden Schmerzen, unangenehmen Verhärtungen oder stark entzündeten Brustwarzen kommt. Diese Frauen will Apothekerin Zambo dazu ermutigen, über ihre Probleme zu reden und gezielt nach einer Beratung unter vier Augen zu fragen. "Denn für fast alle Problemfälle gibt es gut verträgliche – oft auch natürliche – Wirkstoffe, die helfen können. Manchmal hilft eine Kühlung mit speziellen Coolpacks oder der Einsatz von Stillhütchen, dass Frauen mit dem Stillen weitermachen können."

Diskretes Beratungsgespräch unter vier Augen

Wichtig sei, dass die Frau sich überhaupt traue, über die Schwierigkeiten zu reden. Ansprechpartner könnten neben Frauenärzten oder Hebammen eben auch die Apothekerin oder der Apotheker vor Ort sein. Apotheken sind auf die Beratung von stillenden Frauen eingestellt, so Zambo: "Diskretion ist in so einem Fall wichtig. Niemand muss sein intimes Thema mitten im Verkaufsraum besprechen. Sagen Sie in der Apotheke direkt, dass Sie ein kurzes Beratungsgespräch unter vier Augen brauchen. Apotheken haben abgetrennte Beratungsbereiche, wo man auch schwierige Themen geschützt besprechen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass in Apotheken viele Frauen arbeiten, von denen auch viele Mütter sind und solche Probleme aus eigener Erfahrung kennen. In dem Rahmen kann die Frau ihr Problem in Ruhe schildern und gemeinsam können wir dann nach der besten Lösung für das Problem suchen. Das ist dann unser Beitrag dazu, dass die Elternzeit für Mutter und Kind gut verläuft."

LAV Baden-Württemberg

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