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Während einem Gewitter sollte man sich nicht im Freien aufhalten.

Die Temperatur im Blitzkanal kann Werte bis zu 30.000 Grad Celsius erreichen.
© soniccc - Fotolia

Sa. 23. Juli 2016

Thema der Woche: 5 Regeln bei Gewitter

Kein Sommer ohne Blitz und Donnerschlag: Im Jahr 2014 wurden mehr als 600.000 Blitzeinschläge in Deutschland registriert, besonders viele davon im Monat Juli. Die Stiftung Kindergesundheit erklärt, wie sich Eltern und Kinder bei einem Gewitter richtig verhalten und schützen können.

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Die Wahrscheinlichkeit, im Lotto sechs richtige Zahlen zu tippen, liegt bis zu 40-mal höher als die Gefahr, hierzulande von einem Blitz getötet zu werden. Aber das Risiko ist da und wird wegen der Klimaerwärmung von Jahr zu Jahr größer. Blitze haben durch Strom, Hitze, Druckwellen und elektromagnetische Fernwirkung eine vierfache Zerstörungskraft. Die elektrische Spannung eines Blitzes reicht von 50 bis 500 Millionen Volt, und die Temperatur im Blitzkanal kann Werte um 30.000 Grad Celsius erreichen – das ist das Fünffache der Hitze auf der Oberfläche der Sonne. Die Geschwindigkeit eines Blitzes liegt bei rund 1.000 Kilometer pro Sekunde. Pro Jahr sind etwa 800 Menschen in Deutschland direkt durch Blitze betroffen, davon gibt es durchschnittlich rund 130 Verletzte und drei bis sieben Todesfälle.

Um die Gefahr bei einem Gewitter möglichst gering zu halten, sollten Eltern und Kinder folgende Regeln beachten:

1. Nicht duschen und alle Stecker ziehen

In Häusern ohne Blitzableiter kann ein Blitz alle Leitungen für Wasser, Strom, Heizung und Telefon unter Strom setzen. Bei Gewitter gilt daher: Keine Leitungen berühren, alle Stecker von Elektrogeräten und Antennenstecker von Radio- und Fernsehgeräten rechtzeitig herausziehen und auch Computer vom Netz nehmen. Außerdem nicht duschen oder in die Badewanne steigen und nur Telefone ohne Kabel benutzen.

2. Nicht im Freien aufhalten

Große Gefahr besteht beim Aufenthalt im Freien, besonders am Rand von Wäldern, im Wasser oder beim Zelten. Daher gilt: Runter vom Fahrrad, raus aus dem Wasser und am besten Schutz in festen Gebäuden suchen. Der Aufenthalt in einem Zelt ist bei Gewittern genauso gefährlich wie das Verweilen im Freien. Wer mit einem Boot unterwegs ist, sollte schnell anlegen und sich mit einem Mindestsicherheitsabstand von 30 Metern vom Ufer entfernt aufhalten.

3. Gegenstände aus Metall meiden

Während eines Gewitters sollte man die Berührung von Metallgegenständen vermeiden. Sonst könnte man durch die so genannte elektromagnetische Induktion auch dann einen Schlag bekommen, wenn der Blitz einige hundert Meter entfernt niedergeht. Zu vermeiden sind auch Metallzäune und Weidezaunanlagen. Auch Drahtseile, nasse Kletterseile und eiserne Leitern im Gebirge sind tabu.

4. Freistehende Bäume meiden

Nicht unter einem freistehenden Baum Schutz suchen! Im Wald am besten in der Mitte zwischen den Bäumen bleiben. Optimal ist ein Abstand von etwa zehn Metern zu Bäumen und Ästen. Auch auf Hügelkuppen, an Hecken, Waldrändern und Wassergräben sollte man sich nicht aufhalten.

5. In die Hocke gehen

Ist weit und breit kein Schutz vor dem Gewitter zu finden, heißt es: weg mit dem Regenschirm! Nicht stehenbleiben oder sich hinlegen, am besten in die Hocke gehen (nicht mit den Knien den Boden berühren), Kopf einziehen, Arme an die Brust, Füße eng schließen. In einer Gruppe sollte jeder einzeln in der Hocke bleiben und keine andere Personen oder Tiere mit den Händen berühren.

Generell besteht in einem geschlossenen Auto mit Metallkarosserie keine Gefahr. Die Stiftung Kindergesundheit rät aber dazu, nicht unter Brücken zu parken. Schutz besteht auch in der Bahn oder im Flugzeug sowie unter Hochspannungsdrähten, in der Mitte zwischen den Masten.

Stiftung Kindergesundheit / NK

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