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Hepatitis A ist zu einer häufigen Reisekrankheit geworden.

Hepatitis A ist in vielen Urlaubsländern verbreitet. Eine Schutzimpfung vor der Reise ist daher sinnvoll.
© haveseen - Fotolia

Mo. 25. Juli 2016

Hepatitis A: Gefahr auf Reisen

Gefährdet sind vor allem Urlauber im Mittelmeerraum oder in asiatischen Ländern. Übertragen wird das Hepatitis-A-Virus zum Beispiel durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel. Wie sich das Risiko einer Infektion eindämmen lässt, lesen Sie hier.

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Sehr häufig wird Hepatitis A durch den Verzehr von Muscheln, Austern oder rohem Fisch ausgelöst. Doch auch Eiswürfel oder Speiseeis, Obst und Salate können gefährlich sein, erklärt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: "Hepatitis A wird durch einen Virus ausgelöst, der im Wasser ist. Muscheln oder Fische filtern das Virus aus dem Wasser und tragen ihn dann in sich. Bei Obst, Salat und Eis ist es so, dass mit Fäkalien verunreinigtes Wasser mit den Lebensmitteln in Kontakt kommt und die Erkrankung so auslösen kann." Viele Menschen wüssten zudem nicht, dass das Virus nicht nur in Asien oder anderen Fernzielen wie Südamerika anzutreffen ist, sondern auch im Mittelmeerraum. Die Erkrankung verlaufe bei Kleinkindern symptomlos, erklärt Gulde weiter: "Im Süden hatte fast jeder schon als Kind mit dem entsprechenden Virus Kontakt und ist dadurch quasi lebenslang immun. Es sind eher die über 40-jährigen Nordeuropäer, die von schlimmen Symptomen betroffen sind."

Eine Hepatitis A ist heimtückisch, weil die ersten Wochen generell symptomlos verlaufen. Häufig kommt es erst danach zu einer grippeähnlichen Vorstufe mit Fieber, Übelkeit und Bauchschmerzen, die oft nicht erkannt wird. Erst, wenn die typische Gelbfärbung der Haut und im Auge auftritt, werden Betroffene aufmerksam. "Das Gute ist, dass Hepatitis A wieder spontan völlig ausheilt. Wichtiger als eine Behandlung der Symptome wie beispielsweise Bauchschmerzen ist in dieser Zeit der Schutz der Umgebung durch strikte Händehygiene", sagt Gulde. Wer verreist, tue gut daran, sich gegen die Hepatitis A impfen zu lassen. Die Deutsche Leberstiftung habe erst vor einigen Tagen gewarnt, dass Hepatitis A zu einer verbreiteten Reisekrankheit geworden ist. Über die Hälfte aller Erkrankungen in Deutschland wurde auf Reisen erworben worden. Solch eine Impfung ist bis kurz vor Reiseantritt möglich, einige Krankenkassen übernehmen auch die Kosten. Besonders empfohlen wird die gleichzeitige Impfung gegen Hepatitis B, so Gulde: "Das ist quasi die böse Schwester der Hepatitis A." Sie verläuft chronisch und wird häufig durch ungeschützten Sex, aber auch bei Tätowierungen oder Piercings in nicht sterilen Verhältnissen übertragen.

LAV Baden-Württemberg

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