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Mit einer Insektengift-Allergie ist nicht zu spaßen.

Wer süße Getränke aus einem Glas mit Deckel und Strohhalm trinkt, ist auf der sicheren Seite.
© nenetus - Fotolia.com

Sa. 13. August 2016

Thema der Woche: Insektengift-Allergie

Gerade in den warmen Sommermonaten sitzt man gerne im Freien – wenn da nicht die lästigen Insekten wären. Stiche und Bisse lösen bei den meisten Menschen nur harmlose Beschwerden wie Jucken und Brennen aus, für Allergiker können sie jedoch gefährlich werden. Mit einigen Tipps halten Sie Bienen, Wespen & Co. von sich fern.

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"Treten im Fall eines Insektenstichs Kurzatmigkeit, Hautausschlag oder Übelkeit auf, sollte umgehend der Notarzt gerufen werden", sagt Prof. Dr. Randolf Brehler, Oberarzt und Allergologe am Universitätsklinikum in Münster. Er rät Menschen, die bereits von ihrer Insektengiftallergie wissen, die Notfallmedikation stets griffbereit zu haben und ihr Umfeld über die Allergie und notwendige Hilfsmaßnahmen aufzuklären. "Besser noch: Beugen Sie durch eine spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, langfristig vor und reduzieren Sie damit das Risiko eines allergischen Schocks auf ein Minimum", sagt Brehler.

Am besten sei es, Insektenstiche von vornherein zu vermeiden, da jeder Mensch, der einmal gestochen wurde, eine Allergie entwickeln könne. Prof. Brehler gibt zusätzlich nützliche Tipps, wie Sie sich vor Wespen und Co. schützen können.

1. Bleiben Sie cool

Viele Menschen reagieren panisch, wenn sie von einer Wespe umschwirrt werden. Doch das ist genau falsch, denn hektische Bewegungen oder Anpusten machen die Insekten aggressiv. Bewahren Sie deshalb Ruhe und bewegen Sie sich langsam.

2. Tragen Sie helle Kleidung

Zugegeben: Im Freibad möchten sich viele Menschen auch sonnen. Doch wer auf Nummer sicher geht, zieht sich nach der Abkühlung klassische Sommerkleidung über: hell, leicht und eher eng anliegend. Bunte Farben ziehen die Insekten nämlich an; in weiten Kleidern verfangen sie sich leicht. Nebenbei sind Textilien ein guter Schutz gegen gefährliche UV-Strahlen.

3. Weniger ist mehr - verzichten Sie auf Parfüm

Benutzen Sie keine Sonnencreme mit intensivem Parfüm oder anderen Duftstoffen. Gleiches gilt für Deodorants und Haarspray. Der Grund: Insekten werden von intensiven Düften angezogen.

4. Laufen Sie nicht barfuß

Im Freibad läuft man gern barfuß über die Wiese bis zum Schwimmbecken. Besser ist es jedoch, Schuhe mit einer fest anliegenden Sohle zu tragen, da sich Bienen häufig in Bodennähe aufhalten, um Nektar zu sammeln. Wer versehentlich auf eine Biene tritt, wird häufig auch gestochen, da sie zur Verteidigung häufig stechen.

5. Trinken Sie mit einem Strohhalm

Wespen lieben zuckerhaltige Getränke und setzen sich gern in Trinkgläser oder an unverschlossene Flaschen. Versehentlich eine Wespe zu verschlucken, kann sehr gefährlich werden - ein Stich in den Mund oder in den Hals sogar lebensbedrohlich. Deshalb unbedingt beachten: Trinkgefäße stets verschlossen halten und mit einem Strohhalm trinken.

6. Seien Sie achtsam beim Essen

Ob kleiner Snack oder großes Picknick: Decken Sie Speisen ab und schauen Sie immer genau hin, was Sie essen.

7. Meiden Sie Mülleimer

Wespen halten sich gerne in der Nähe von Mülleimern auf, da sie dort Nahrung im Überfluss finden. Unser Tipp: Gehen Sie auf Distanz zu Mülleimern im Freibad und meiden Sie öffentliche Mülltonnen. Ihren unterwegs anfallenden Abfall entsorgen Sie besser zu Hause.

8. Impfung für Allergiker

Eine Insektengiftimpfung bietet Allergikern wirkungsvollen Schutz vor einem potenziell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Die sogenannte spezifische Immuntherapie (SIT) wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausdrücklich empfohlen.

Initiative Insektengiftallergie/NK

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