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Ein Rauchstopp ist auch nach der Diagnose Lungenkrebs noch sinnvoll.

Beim Einatmen des Zigarettenrauchs werden Giftstoffe über die Lunge aufgenommen und im Körper verteilt. Das schädigt nicht nur die Lunge, sondern auch andere Organe.
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Fr. 12. August 2016

Rauchstopp lohnt sich auch bei Lungenkrebs noch

"Was sollte ein Rauchstopp jetzt denn noch bringen?" Diese Frage dürften sich viele Raucher stellen, wenn sie erfahren, dass sie an Lungenkrebs erkrankt sind. Dabei ist eine Tabakentwöhnung auch dann noch mit zahlreichen Vorteilen für die Patienten verbunden, wie verschiedene Studien aufgezeigt haben. Darauf weist die Deutsche Lungenstiftung hin.

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"Nach einem Rauchstopp treten bei Lungenkrebspatienten nachweislich seltener wiederkehrende Krebsgeschwüre auf ‐ nur etwa halb so oft wie bei rauchenden Patienten", erläutert Prof. Dr. Stefan Andreas, Facharzt für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin und Leiter der Lungenfachklinik Immenhausen sowie des Bereiches Pneumologie an der Universitätsmedizin Göttingen. Mehr als doppelt so viele Patienten überleben die nächsten fünf Jahre, wenn sie das Rauchen aufgeben. Das Risiko, während der Krebstherapie an einer Lungenentzündung zu erkranken, sei bei Nichtrauchern zudem erheblich geringer. "Generell schlagen Krebstherapien wie die klassische Chemotherapie um einiges besser an, wenn der Patient nicht raucht, da Tabakkonsum offenbar die Wirkung der Therapeutika herabsetzt", sagt Andreas. Auch die Lebensqualität der Betroffenen werde durch den Verzicht auf das Rauchen positiv beeinflusst: Ex-Raucher, deren Krebs chirurgisch entfernt wurde, klagten seltener über Luftnot und Schmerzen als Patienten, die weiterrauchen. "Insgesamt ist das Risiko, dass sich der Allgemeinzustand der Patienten verschlechtert, nach einem Rauchstopp siebenmal geringer", verdeutlicht Andreas.

Patienten, die noch rauchen, wenn sie Lungenkrebs diagnostiziert bekommen, zeigen oft eine besonders stark ausgeprägte Nikotinabhängigkeit. "Dennoch können auch sie erfolgreich entwöhnt werden, insbesondere wenn sie an einem professionellen Tabakentwöhnungsprogramm teilnehmen, das auf die Bedürfnisse von Lungenkrebspatienten zugeschnitten ist und psychologische wie auch medikamentöse Unterstützung anbietet", so Andreas. Informationen rund um den Rauchstopp und Ausstiegsprogramme finden Interessierte zum Beispiel auf der Webseite www.rauchfrei-info.de, einem Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

www.lungenaerzte-im-netz.de/NK

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