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Der inneren Uhr zufolge sind Frauen morgens meist früher wach als Männer.

Der inneren Uhr zufolge sind Frauen morgens meist früher wach als Männer.
© elnariz - Fotolia.com

Fr. 16. September 2016

Innere Uhr: Frauen schlafen anders

Frauen leiden häufiger unter Schlafstörungen als Männer. Kanadische Forscher waren deshalb nun der Frage nachgegangen, ob es einen Zusammenhang zwischen der inneren Uhr, die den Schlaf reguliert, und dem Geschlecht gibt. Ihre Antwort lautet ja.

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Die Forscher hatten dafür den normalen Schlaf-Wach-Rhythmus von Männern und Frauen genauer untersucht. Sie fanden heraus, dass die Rhythmen von Körperkerntemperatur, Schlaf und subjektivem Wachheitsgefühl bei Frauen anders verlaufen als bei Männern. Wie die Wissenschaftler im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) berichten war der Schlafzyklus von Frauen im Vergleich zu Männern nach vorne verschoben. "Bei gleichem Zeitplan für das Schlafen bewirkte die innere Uhr der Frauen, dass sie früher einschliefen und früher aufwachten", sagt Dr. Diane Boivin von der McGill University in Kanada. Außerdem fühlten sie sich nachts, wenn sie geweckt wurden, weniger wach. In früheren Forschungsarbeiten hatte Boivin außerdem herausgefunden, dass die unterschiedlichen Phasen des Menstruationszyklus den biologischen Rhythmus von Körperkerntemperatur und Schlaf zu beeinflussen scheinen.

Die Unterschiede des natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus bei Männern und Frauen könnten dabei helfen, zu verstehen, warum Frauen häufiger unter Schlafproblemen leiden als Männer, glauben die Forscher. Ihre Ergebnisse lassen darauf schließen, dass sich Frauen unter Umständen in einer späteren Phase ihres Schlaf-Wach-Zyklus ins Bett legen als Männer. Diese Diskrepanz könne möglicherweise dazu beitragen, dass Frauen schlechter einschlafen und schlechter durchschlafen. Bekannt ist zum Beispiel, dass Frauen doppelt so häufig unter Schlaflosigkeit leiden als Männer.

Für die Studie waren die Studienteilnehmer, elf Frauen und 15 Männer, in einem Labor über 36 Stunden einem Zyklus gefolgt, in dem jeweils stündlich zwischen Schlafen und Wachsein gewechselt wurde. Die Forscher zeichneten unter anderem Veränderungen des Melatonin-Spiegels, einem Hormon, das für den Schlaf eine wichtige Rolle spielt, auf, die Körperkerntemperatur sowie das subjektive Gefühl von Müdigkeit.

HH

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