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Arzt untersucht Zungenbrennen.

Wenn die Zunge brennt, kann eine Fehlfunktion der Speicheldrüsen dahinter stecken.
© Lorenz Timm - Fotolia

Di. 06. September 2011

Zungenbrennen: Möglicherweise sind die Speicheldrüsen gestört

Eine brennende, schmerzende Zunge kann auf eine angeborene Funktionsstörung der Speicheldrüsen hinweisen. "Bei Menschen mit dem sogenannten Sjögren-Syndrom greifen die körpereigenen Abwehrzellen Schleimhautdrüsen wie die Speicheldrüsen an, so dass ihre Produktion nach und nach versiegt. In der Folge kommt es unter anderem zu Mundtrockenheit, Missempfindungen der Zunge und vermehrten Entzündungen im Mundraum", erklärt Privatdozent Dr. Leif Erik Walther vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

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Das Sjögren-Syndrom betrifft vor allem Frauen ab 40, nicht selten leiden Patienten mit dieser systemischen Autoimmunerkrankung auch an rheumatischen Beschwerden. Zungenbrennen, welches in der Medizin als Glossodynie bezeichnet wird, kann aber auch zahlreiche andere Ursachen als das Sjögren-Syndrom haben. "Beispielsweise tritt eine Glossodynie öfter als Begleiterscheinung weiterer chronischer Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Refluxkrankheit, Multiple Sklerose oder Allergien auf", so der HNO-Arzt aus Sulzbach im Taunus. Zudem können beispielsweise Vitamin-B-Mangel oder Nebenwirkungen bestimmter Medikamente wie ACE-Hemmer oder Antidepressiva Ursachen für das Problem sein.

Bei anhaltenden Missempfindungen der Zunge rät er, einen HNO-Arzt aufzusuchen. "Im Rahmen einer umfangreichen Aufnahme der Krankengeschichte und einer anschließenden Untersuchung kann der HNO-Arzt die Ursache des Zungenbrennens diagnostizieren oder zumindest eingrenzen. Abhängig vom Befund wird der HNO-Arzt eine Therapie einleiten und zur ergänzenden Behandlung oder weiteren Abklärung den Patienten an einen fachärztlichen Kollegen überweisen", erläutert Walther abschließend.

RF/BVHNO

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