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Unfreiwilliger Neuzugang im "Club 27": Die im Sommer 2011 verstorbene Soulsängerin Amy Winehouse.
© Bryan Adams / Universal Music
Mi. 21. Dezember 2011
Als Amy Winehouse in diesem Sommer starb, machte er wieder die Runde: der Mythos des "Club 27". Viele Musikfans sind überzeugt: Die wirklich großen Rockstars sterben früh – und zwar ziemlich genau mit 27 Jahren. Forscher der Queensland University of Technology in Australien sind diesem Mythos nun genauer auf den Grund gegangen.
Die Liste der Rockstars, die mit 27 Jahren verstorben sind, ist lang: Amy Winehouse, Jim Morrison, Jimi Hendrix, Kurt Cobain und Brian Jones sind nur einige der vielen Musiker, die mit 27 Jahren das Zeitliche segneten. Die australischen Forscher haben nun die Daten von 1.046 Musikern ausgewertet, die zwischen 1956 und 2007 in den britischen Hitparaden erfolgreiche Musikalben in den Top-Platzierungen hatten. Unter ihnen Solokünstler und Bandmitglieder verschiedenster Musikrichtungen: Schlagersänger, Death Metal Stars und Rock’n’Roller ebenso wie die Puppenspieler der Muppets Show, deren Figuren die Charts stürmten.
Während des Beobachtungszeitraumes verstarben 71 der Musiker, was einem Anteil von 7 Prozent entspricht. Den Autoren zufolge sind Musiker tatsächlich gefährdet, früh zu versterben, wahrscheinlich wegen ihrer "draufgängerischen" Rock'n'Roll-Lebensweise. Ihr Todesrisiko im Alter zwischen 20 und 30 war zwar zwei- bis dreimal so hoch wie in der normalen Bevölkerung, allerdings fanden die Wissenschaftler keine besondere Häufung von Todesfällen im 27. Lebensjahr.
Gerade in den 1970er-Jahren verstarben viele Musiker zwischen ihrem 20. und 40. Lebensjahr. Allerdings gab es in dieser Altergruppe in den späten 1980er-Jahren keine Todesfälle mehr. Die Autoren vermuten, dass mögliche Heroin-Überdosen zu dieser Zeit besser behandelt werden konnten und die Musikszene sich weg von der harten Rockszene hin zu einer etwas "braveren" Popszene entwickelt habe. Der "Club 27" sei in jedem Fall aber ein Mythos, den die Zahlen nicht unterstützen.
KK
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