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Zwei Motorrad-Polizisten

Polizisten schlafen oft schlecht. Das kann die Sicherheit der Beamten im Dienst beeinträchtigen.
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Do. 22. Dezember 2011

Polizisten leiden oft unter Schlafstörungen

Eigentlich würde man denken, einem gestandenen Polizisten kann nichts den Schlaf rauben. Aber weit gefehlt: Polizisten schlafen oft schlecht. Das ergab eine Erhebung von Wissenschaftlern des Brigham and Women's Hospital in Boston, USA. Rund 40 Prozent der befragten Polizisten berichteten von Schlafstörungen.

An der Studie nahmen 4.957 Polizeibeamte aus nordamerikanischen und kanadischen Bezirken teil. Im Durchschnitt waren die Polizisten 38,5 Jahre alt und seit knapp 13 Jahren im Polizeidienst. Die Beamten wurden über mehr als zwei Jahre hinweg monatlich zu ihren Schlafgewohnheiten, ihrer Schlafqualität und anderen Faktoren befragt.

Bei insgesamt gut 40 Prozent lag den Befragungen zufolge eine Schlafstörung vor. Etwa 33,6 Prozent litten unter dem sogenannten obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom, bei dem es durch exzessives Scharchen zu gesundheitsgefährdenden Atemaussetzern kommen kann. 6,5 Prozent der Ordnungshüter litten unter mittlerer bis schwerer Schlaflosigkeit. Bei immerhin 5,4 Prozent der Beamten lag ein sogenanntes Schichtarbeiter-Syndrom vor, bei dem es durch den Schichtdienst zu Schlafstörungen kommt.

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Schlafstörungen können die Konzentration und damit auch die Sicherheit der Beamten im Dienst beeinträchtigen. Im Jahr 2003 verstarben in den USA mehr Polizisten durch unbeabsichtigte Vorfälle infolge von Übermüdung und Konzentrationsschwäche als bei der Verfolgung von Straftaten.

Besonders gefährlich ist die exzessive Schläfrigkeit am Tag. Immerhin 20 Prozent der schlecht schlafenden Polizisten berichteten, auf Streife schon einmal am Steuer eingeschlafen zu sein. Bei den gut schlafenden Kollegen war dies nur bei 7,9 Prozent der Fall.

Auch in anderen Bereichen stören die Übermüdung und die Arbeit der Polizisten: so werden Sicherheitshinweise aufgrund von Müdigkeit oft nicht genügend ernst genommen, Bürger unangemessen hart zurechtgewiesen oder Fehler bei den bürokratischen Aufgaben gemacht. Und allein das kann dann auch einem gestandenen Polizisten den Schlaf rauben.

KK

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