Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Teens: weniger Sex-SMS als gedacht

Aktuelles

Jugendliche mit Handy

Sex-SMS unter Jugendlichen sind weit weniger verbreitet als gedacht.
© mauritius images

Di. 06. Dezember 2011

Sex-SMS unter Jugendlichen kaum verbreitet

Wer auf dem Schulhof cool sein will, tut gern Verbotenes: zum Beispiel mit Mitschülern eindeutige Textnachrichten oder pornografische Handyvideos und -bilder austauschen. Das sagen zumindest Medien-Berichte. Einer amerikanischen Studie zufolge sind jedoch Sex-SMS unter Jugendlichen weit weniger verbreitet sind, als gedacht.

Wissenschaftler des University of New Hampshire's Crimes Against Children Research Center in Durham, USA, befragten 1.560 Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren. Dabei gaben gerade einmal 2,5 Prozent der Kids an, Nacktbilder, Bilder in Unterwäsche oder Badekleidung oder Fotos in sexuell eindeutigen Posen von sich oder anderen über das Handy ausgetauscht zu haben. 1,3 Prozent der Befragten gab zu, Bilder von sich oder anderen versendet zu haben, die als "Kinderpornografie" klassifiziert werden würden. Immerhin 5,9 Prozent der befragten Teenager hatten solche Bilder empfangen.

Eine weitere Studie des gleichen Instituts zeigt, dass die meisten Fälle solch eindeutiger Text- oder Bildnachrichten nicht zu einem Konflikt mit dem Gesetz führten, sofern nur Minderjährige beteiligt waren. Bei den Verfahren, die wegen solcher Nachrichten eingeleitet wurden, waren immer Erwachsene beteiligt.

Anzeige

Die meisten Kids nutzen solche Bilder aus eher romantischen Gründen: Sie erstellen sie für den Freund oder die Freundin. Eine Weitergabe solcher privaten Fotos sei eher ungewöhnlich bei den Jugendlichen. Nur 10 Prozent der Teenager verschickten die Bilder an mehr als einen Empfänger und nur 3 Prozent leiteten die empfangenen Bilder an andere weiter.

Obwohl die Ergebnisse im Grunde beruhigend seien, stellen die Forscher heraus, dass das Sex-SMSen dennoch verbreitet genug sei, um eine verstärkte Aufklärung zu diesem Phänomen zu fordern. Bilder, die Kinder in solchen Posen zeigten, sind meist der Kinderpornografie zuzuordnen, mit allen Konsequenzen für diejenigen, die sie besitzen und weitergeben. Zudem sei vielen Kids nicht klar, welche Auswirkungen es haben kann, wenn solche Fotos etwa in sozialen Netzwerken veröffentlicht würden, wo alle Freunde, Familienmitglieder und auch eventuell spätere Arbeitgeber sie sehen könnten.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Rechtshänder: links denken, rechts hören

An welches Ohr man das Handy hält, hängt offenbar damit zusammen, welche Gehirnhälfte dominiert.

Wer oben wohnt, lebt länger

In mehrstöckigen Häusern sind die oberen Stockwerke zu empfehlen.

Cannabis verbessert Blutzuckerwerte

Marihuana-Konsum wirkt sich günstig auf das Diabetes-Risiko aus, sagen US-Forscher.

Männer weniger wehleidig als gedacht

Bei Erkältungen und Grippe fehlen sie nicht länger auf der Arbeit als Frauen.

Wann Multitasking die Leistung verbessert

Lässt sich eine Aufgabe mit einer einfachen Strategie lösen, können Ablenkungen helfen.

Forschung sucht Mückenjäger

Forscher bitten die Bevölkerung, im Dienst der Wissenschaft auf Insektenfang zu gehen.

Übergewicht: Kilos ändern den Charakter

Menschen, die an Gewicht zunehmen, erliegen Versuchungen eher.

Wer hungrig einkauft, kauft mehr Kalorien

Ein knurrender Magen ist kein guter Ratgeber bei der Wahl der Lebensmittel.

Elternspeichel schützt Kind vor Asthma & Co.

Nehmen Eltern den Schnuller ihres Kindes in den Mund, haben Babys seltener Allergien.

Wenn Nachrichten krank machen

Berichte über Gesundheitsrisiken können zu Unwohlsein führen.

Jugendliche: faul, aber materialistisch?

US-Forscher finden das gängige Vorurteil bestätigt.

Feinstaub: Bäume als Luftverschmutzer?

Manche Baumarten setzen ein Gas frei, das zur Bildung von Smog beiträgt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen