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Erst ein sattes Knacken beim Abbeißen und dann das Gefühl des zarten Dahinschmelzens. So soll es sein, wenn man Schokolade isst.
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Di. 14. August 2012
Chemiker haben eine Schokolade entwickelt, die nur halb so viel Fett enthält wie herkömmliche Schokolade. Zugleich konnten sie das typische 'Mundgefühl' von Schokolade bewahren. Ihr Trick: Sie haben einen Teil des Fetts durch Fruchtsaft-Tropfen ersetzt.
Leider sind es normalerweise gerade die ungesunden Zutaten, die der Schokolade ihre unwiderstehlichen Eigenschaften geben: Kakaobutter und Milchfette verleihen der Schokolade Glanz und machen sie knackig und zart schmelzend zugleich. Darauf mag wohl kein Schoko-Liebhaber verzichten, und ist er noch so gesundheitsbewusst.
Abhilfe haben hier nun der Chemiker Dr. Stefan Bon und seine Kollegen von der Universität Warwick, Großbritannien, geschaffen. Ihre Schokolade enthält 50 Prozent weniger Fett als herkömmliche Schokolade, beschert einem aber trotzdem das so charakteristisch samtige Gefühl im Mund. Ihr Clou: Sie haben einen Teil der Kakaobutter und der Milchfette durch klitzekleine Fruchtsaft-Tropfen ersetzt. Die wenige Mikrometer großen Orangen- oder Cranberrysaft-Tropfen ergeben gemischt mit Milch und schwarzer oder weißer Schokolade eine Emulsion, die der Schokolade die typischen Eigenschaften erhält.
Kleiner Wermutstropfen dieser Erfindung: Die Schokolade hat einen fruchtigen Geschmack. Wenn es nach Chemiker Bon geht, kann aber auch dieses Problem gelöst werden. Demnach müsse man lediglich auf ein Gemisch aus Wasser und Vitamin C statt des Fruchtsafts umsteigen. Ein weiterer Pluspunkt der neuen Schokolade ist, dass sie keinen unansehnlichen weißlichen Belag mehr entwickelt, wenn sie zulange gelagert wurde.
FH
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