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Bei Versuchen mit Ratten wurde beobachtet, dass Kokain bei Müttern anders wirkt. Offen bleibt, ob dies auch bei Menschen der Fall wäre.
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Di. 16. Oktober 2012
US-amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Mütter anders auf Drogen reagieren als Kinderlose – zumindest bei Ratten. Die Erkenntnisse könnten den Grundstein für eine bessere Therapie von drogenabhängigen Menschen legen, hoffen die Forscher.
In ihren Versuchen hatte sich gezeigt, dass Rattenmütter anders auf Kokain reagieren, als weibliche Ratten ohne Nachkommen. So gab es Unterschiede darin, wie intensiv die Lustzentren im Gehirn durch die Droge stimuliert wurden. Im Gehirn von Müttern wurde weniger Dopamin freigesetzt, berichten die Forscher. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der auch als Glückshormon bezeichnet wird und an dem durch Kokain verursachten Hochgefühl beteiligt ist.
Auch Stress veränderte das Verhalten der Ratten: Im Vergleich zu Ratten ohne Stress und Ratten ohne Nachwuchs waren gestresste Rattenmütter am wenigstens bereit, sich für eine Drogendosis übermäßig anzustrengen. War das Kokain jedoch leicht zu erreichen, erhöhte sich ihre Neigung, die Droge zu konsumieren.
Eine genaue Erklärung für ihre Ergebnisse haben die Forscher noch nicht. Die Annahme liege jedoch nahe, dass die Erfahrung Mutter zu sein und die Mutterschaft selbst die Reaktion auf Kokain verändere, so die Wissenschaftler. Denkbar wäre etwa, dass Hormonveränderungen, die mit der Schwangerschaft und frühen Mutterschaft einhergehen, eine Rolle spielen, oder aber die Erfahrung, sich um Nachwuchs kümmern zu müssen.
HH
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