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Bei psychischen Erkrankungen scheint eine Therapie per Telefon erfolgversprechend.
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Di. 02. Oktober 2012
Eine Telefontherapie kann bei psychischen Erkrankungen oft genauso gut helfen, wie ein persönliches Gespräch in der Praxis des Psychotherapeuten. Dies haben Forscher der University of Cambridge in Großbritannien herausgefunden.
Sie hatten verglichen, ob die so genannte kognitive Verhaltenstherapie per Telefon genauso gut wirkt, wie Gespräche mit einem direkten Gegenüber. Hierfür hatten sie Daten von rund 39.000 Briten, die sich in einer psychotherapeutischen Behandlung befanden, ausgewertet. Abgesehen von einer sehr kleinen, gut identifizierbaren klinischen Gruppe von Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen, kam die Telefontherapie zu genauso guten Ergebnissen wie die Therapie mit persönlicher Anwesenheit, so das Resultat der Studie. Eine frühere amerikanische Studie deutet darauf hin, dass therapeutische Telefonsitzungen bei depressiven Menschen sogar wirksamer sein könnten, als Gespräche auf der Therapeuten-Couch (aponet.de berichtete).
Die britischen Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass die Therapie via Telefon den Zugang zu psychologischen Behandlungen erheblich verbessern kann. Dies spiele vor allem für Patienten eine Rolle, die zum Beispiel aufgrund von Transportproblemen, beruflichen Verpflichtungen oder aufgrund ihrer körperlichen Verfassung nicht in der Lage sind, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, so die Forscher.
hh
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