Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Abnehmen mit Botulinumtoxin

Aktuelles

Frau in Laborkleidung hält Injektionsfläschchen hoch.

Für das Nervengift Botulinumtoxin ergeben sich immer mehr Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin: Nach Faltenbehandlung, Blasenschwäche und Migräne kommt nun auch Abnehmen dazu.
© vfa/Amgen

Mo. 07. Oktober 2013

Abnehmen mit Botulinumtoxin

Botulinumtoxin ist vielen als Mittel gegen Falten bekannt, doch es scheint noch mehr zu können: Spritzt man es in einen bestimmten Nerv im Bauch, führt es zu einem beachtlichen Gewichtsverlust – zumindest bei Ratten.

Anzeige

Die Nager aßen weniger und verloren innerhalb von fünf Wochen 20 bis 30 Prozent ihres Körpergewichts. Mit Botulinumtoxin, genannt Botox, war zuvor ihr Vagusnerv im Bauch gelähmt worden. Dieser Nerv löst Hunger aus und kontrolliert die Passage von Essen durch die Verdauungsorgane. Die Lähmung des Vagusnervs führt zur Lähmung von Muskeln im Magen, wodurch das Essen länger im Magen bleibt.

Helene Johannessen und ihr Team von der Norwegischen Universität für Naturwissenschaft und Technologie in Trondheim hoffen nun, bald Studien mit übergewichtigen Menschen durchführen zu können. Möglicherweise könnte die Behandlung mit dem Nervengift Botulinumtoxin eines Tages Magenoperationen wie Magenbypässe oder Magenbänder ersetzen.

Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem: Es begünstigt unter anderem die Entstehung von Diabetes und Herzproblemen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass Übergewicht für zehn bis 13 Prozent der Todesfälle in Europa verantwortlich ist.

JM

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schützt Sonnenlicht vor Kurzsichtigkeit?

UV-B-Strahlung hat offenbar eine positive Wirkung auf die Sehkraft.

Schnabeltier-Gift zur Diabetes-Therapie?

Im Gift der Tiere ist ein Hormon enthalten, Diabetikern helfen könnte.

Frauen und Männer sehen unterschiedlich

Gesichter nehmen Frauen anders wahr als Männer, wie eine neue Studie zeigt.

Zahl der Viren ist viel größer als gedacht

Das geht aus einer Studie mit Spinnen, Käfern und anderen Insekten hervor.

Wer kreativ ist, fühlt sich besser

Malen, Stricken, Verse dichten, Musizieren - all das steigert das Wohlbefinden.

Bei Nies-Attacken die Mitmenschen schützen

US-Forscher stellten drei verschiedene Methoden auf dem Prüfstand.

Macho-Männer sind eher depressiv

Einige männliche Eigenschaften schaden der Psyche offenbar besonders.

Kurkuma: Ähnliche Wirkung wie Kortison

Ein Stoff, der in dem Gewürz enthalten ist, wirkt entzündungshemmend.

Späte Mutterschaft hält geistig fit

Das Gehirn profitiert, wenn eine Frau nach dem 35. Lebensjahr schwanger wird.

Forscher entdecken Struwwelpeter-Gene

Betroffene haben sehr krause und störrische Haare, die sich nicht bändigen lassen.

Flughafen-WC: Hier steigen Keime um

Häufig reisen multiresistente Bakterien als blinde Passagiere mit.

Was das Handy über den Besitzer verrät

Lebensstil, Vorlieben, Krankheiten: Das Handy offenbart einiges über den Nutzer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen