Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Frische Liebe bremst das Hirn

Aktuelles

Dunkelhaariges Paar um die 30 in Jeans und Shirts schaut sich verliebt an.

Bei Liebe schaltet das Hirn auf Sparflamme, sagen Wissenschaftler.
© Rido - Fotolia

Di. 12. November 2013

Frische Liebe bremst das Hirn

Wer frisch verliebt ist, muss einer neuen Studie zufolge damit rechnen, dass es nicht nur um ihn oder sie geschehen ist, sondern auch um das Denkvermögen. Aus einer neuen Studie geht hervor: Je verliebter wir sind, umso weniger können wir unsere Gedanken auf so banale Dinge wie das Lösen einer Aufgabe konzentrieren.

Anzeige

Je verliebter die Testpersonen waren, umso schwerer viel es ihnen, unwichtige Informationen zu ignorieren und ihre Gedanken auf die Aufgaben zu konzentrieren, zeigt die niederländisch-US-amerikanische Studie. Wie Verliebtsein und geistige Funktionen zusammenhängen, sei noch unklar, schreiben die Forscher im Fachblatt Motivation and Emotion. "Es könnte damit zu tun haben, dass Liebende ihre gesamten geistigen Ressourcen dazu verwenden, an ihre Liebsten zu denken und somit keine Ressourcen mehr übrig sind, um langweilige Aufgaben zu lösen", sagt der Studienautor Henk van Steenberg von der Universität Leiden. Allerdings sei auch die umgekehrte Richtung denkbar: Dass Personen mit einer geringeren geistigen Kontrolle stärkere Liebesgefühle entwickeln als Menschen, die sich besser kontrollieren können.

Mit Blick auf die Dauer einer Liebesbeziehung zeigte sich in anderen Studien allerdings ein anderer Trend. Für eine dauerhafte Beziehung sind demnach eine gute geistige Kontrolle und die Fähigkeit, Versuchungen zu widerstehen, unabdingbar. Im Ganzen gesehen sei daher wohl eine gute Balance zwischen beidem am besten, so die Forscher.

Für die Studie hatten die Forscher 43 verliebten Studienteilnehmern, die maximal ein halbes Jahr mit ihren Partnern zusammen waren, verschiedene Aufgaben vorgelegt. Darin sollten sie schnellstmöglich wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden. Im Vorfeld hatten die Testpersonen romantische Musik zu hören bekommen und sich zudem ein romantisches Erlebnis mit ihrem Partner ins Gedächtnis rufen sollen. Außerdem füllten sie einen Fragebogen aus, anhand dessen eingestuft wurde, wie stark die Liebesgefühle waren.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schützt Sonnenlicht vor Kurzsichtigkeit?

UV-B-Strahlung hat offenbar eine positive Wirkung auf die Sehkraft.

Schnabeltier-Gift zur Diabetes-Therapie?

Im Gift der Tiere ist ein Hormon enthalten, Diabetikern helfen könnte.

Frauen und Männer sehen unterschiedlich

Gesichter nehmen Frauen anders wahr als Männer, wie eine neue Studie zeigt.

Zahl der Viren ist viel größer als gedacht

Das geht aus einer Studie mit Spinnen, Käfern und anderen Insekten hervor.

Wer kreativ ist, fühlt sich besser

Malen, Stricken, Verse dichten, Musizieren - all das steigert das Wohlbefinden.

Bei Nies-Attacken die Mitmenschen schützen

US-Forscher stellten drei verschiedene Methoden auf dem Prüfstand.

Macho-Männer sind eher depressiv

Einige männliche Eigenschaften schaden der Psyche offenbar besonders.

Kurkuma: Ähnliche Wirkung wie Kortison

Ein Stoff, der in dem Gewürz enthalten ist, wirkt entzündungshemmend.

Späte Mutterschaft hält geistig fit

Das Gehirn profitiert, wenn eine Frau nach dem 35. Lebensjahr schwanger wird.

Forscher entdecken Struwwelpeter-Gene

Betroffene haben sehr krause und störrische Haare, die sich nicht bändigen lassen.

Flughafen-WC: Hier steigen Keime um

Häufig reisen multiresistente Bakterien als blinde Passagiere mit.

Was das Handy über den Besitzer verrät

Lebensstil, Vorlieben, Krankheiten: Das Handy offenbart einiges über den Nutzer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen