Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Stethoskope sind Bakterienschleudern

Aktuelles

Arzt hört Mann um die 30 mit Stethoskop im Brustbereich ab

Stethoskope kommen im Laufe eines Tages mit der Haut vieler Patienten in direkten Kontakt. Ein Traum für Bakterien, die sich auf dem Gerät tummeln.
© ISO K° - photography - Fotolia

Fr. 28. Februar 2014

Ärzte: Stethoskop beherbergt mehr Bakterien als die Hände

Bakterien lieben den Händedruck – er erleichtert ihnen das Wandern von einem Menschen zum anderen. Dass Ärzte, Arzthelfer und Krankenpfleger deshalb auf gute Handhygiene achten, passt ihnen gar nicht. Also suchen sie sich andere Wege der Verbreitung. Forscher aus der Schweiz haben nun einen bisher nur wenig beachteten Weg entdeckt: über das Stethoskop.

Anzeige

Auf einem Stethoskop, das Ärzte zum Abhören benutzen, tummeln sich demnach mehr Bakterien als auf der Handfläche eines Arztes, berichten die Wissenschaftler. Im Laufe eines Tages komme es mit der Haut vieler Patienten in direkten Kontakt. Auf diese Weise könnte das Diagnosegerät durch vorhergehende Untersuchungen Tausende von Bakterien, darunter auch problematische, beherbergen und verbreiten. "Das Stethoskop muss als Verlängerung der ärztlichen Hand angesehen und deshalb nach jedem Patientenkontakt mit desinfiziert werden", schlussfolgert Dr. Didier Pittet vom Universitätsspital Genf.

Er und seine Kollegen hatten untersucht, mit wie vielen Bakterien ein Arzt nach dem Abhören eines einzigen Patienten kontaminiert war. Proben wurden von zwei Stellen des Stethoskops, vom Handrücken, den Fingerspitzen sowie zwei Stellen auf der Handinnenfläche genommen. Die Untersuchungen ergaben, dass auf der Membran des Stethoskops mehr Bakterien anzutreffen waren als auf der gesamten ärztlichen Hand, ausgenommen den Fingerspitzen. Der Schlauch des Stethoskops wies außerdem mehr Bakterien auf als der Handrücken des Arztes.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Mehr Sport - mehr Sperma

Eine gewisse Art von Training wirkt sich besonders positiv aus.

Passivrauch macht Haustiere krank

Auch bei Hund, Katze & Co. steigt das Risiko für Krebs und andere Krankheiten.

Schützt Sonnenlicht vor Kurzsichtigkeit?

UV-B-Strahlung hat offenbar eine positive Wirkung auf die Sehkraft.

Schnabeltier-Gift zur Diabetes-Therapie?

Im Gift der Tiere ist ein Hormon enthalten, Diabetikern helfen könnte.

Frauen und Männer sehen unterschiedlich

Gesichter nehmen Frauen anders wahr als Männer, wie eine neue Studie zeigt.

Zahl der Viren ist viel größer als gedacht

Das geht aus einer Studie mit Spinnen, Käfern und anderen Insekten hervor.

Wer kreativ ist, fühlt sich besser

Malen, Stricken, Verse dichten, Musizieren - all das steigert das Wohlbefinden.

Bei Nies-Attacken die Mitmenschen schützen

US-Forscher stellten drei verschiedene Methoden auf dem Prüfstand.

Macho-Männer sind eher depressiv

Einige männliche Eigenschaften schaden der Psyche offenbar besonders.

Kurkuma: Ähnliche Wirkung wie Kortison

Ein Stoff, der in dem Gewürz enthalten ist, wirkt entzündungshemmend.

Späte Mutterschaft hält geistig fit

Das Gehirn profitiert, wenn eine Frau nach dem 35. Lebensjahr schwanger wird.

Forscher entdecken Struwwelpeter-Gene

Betroffene haben sehr krause und störrische Haare, die sich nicht bändigen lassen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen