Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Urin im Pool: eklig und schädlich

Aktuelles

Junges Paar schwimmt im Pool.

Drückt beim Schwimmen die Blase, sucht man am besten die dafür vorgesehenen Örtlichkeiten auf.
© mauritius images

Fr. 28. März 2014

Schwimmbad-Pinkeln: schädlicher Cocktail aus Urin und Chlor

Ins Schwimmbad zu pinkeln, oder zumindest die Vorstellung, dass andere es tun, finden viele eklig. Dass dies aber nicht nur eklig, sondern auch ungesund sein kann, wiesen Forscher jetzt nach. Denn kommt Urin mit Chlor zusammen, entsteht ein Cocktail, der es in sich hat.

Anzeige

Dem Wasser von Schwimmbädern und Pools Chlor zuzusetzen, so die Forscher, sei die gängigste Methode, um Krankheitskeime abzutöten und die Badenden so vor Krankheiten zu schützen. Das funktioniert, wenn die Badegäste lediglich schwimmen, plantschen und tauchen. Allerdings lassen nicht nur manche Kleinen ihren Bedürfnissen freien Lauf, auch der ein oder andere Große pieselt heimlich ins Wasser. Selbst bei Olympiaschwimmern soll die Praxis gang und gäbe sein.

Doch der Cocktail, der entsteht, wenn Harnsäure und Chlor aufeinandertreffen, ist nicht ohne, wie Forscher aus China und den USA in Versuchen zeigen konnten. Aus der Sicht des Chemikers reagieren hier verschiedene Stoffe miteinander. Heraus kommen ganz neue Substanzen, zum Beispiel das häufig anzutreffende Trichloramin. Es handelt sich dabei um einen leicht flüchtigen Stoff, der stark nach Chlor riecht und eingeatmet wird. Dieser könne zu Lungenproblemen führen, so die Forscher. Ein zweiter Stoff, der entsteht, wenn Chlor mit Urin reagiert, ist das Chlorcyan. Dieser gehe ebenfalls auf die Lunge, wirke aber auch auf das Herz und das zentrale Nervensystem, so die Wissenschaftler. Obwohl ein Teil der Harnsäure im Schwimmbadwasser vom Schweiß komme, gelangen vermutlich etwa 90 Prozent dieser Substanz durch das Pinkeln ins Wasser, berechneten die Wissenschaftler. Sie legen Schwimmern daher nahe, die Toilette aufzusuchen, wenn die Blase drückt.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schützt Sonnenlicht vor Kurzsichtigkeit?

UV-B-Strahlung hat offenbar eine positive Wirkung auf die Sehkraft.

Schnabeltier-Gift zur Diabetes-Therapie?

Im Gift der Tiere ist ein Hormon enthalten, Diabetikern helfen könnte.

Frauen und Männer sehen unterschiedlich

Gesichter nehmen Frauen anders wahr als Männer, wie eine neue Studie zeigt.

Zahl der Viren ist viel größer als gedacht

Das geht aus einer Studie mit Spinnen, Käfern und anderen Insekten hervor.

Wer kreativ ist, fühlt sich besser

Malen, Stricken, Verse dichten, Musizieren - all das steigert das Wohlbefinden.

Bei Nies-Attacken die Mitmenschen schützen

US-Forscher stellten drei verschiedene Methoden auf dem Prüfstand.

Macho-Männer sind eher depressiv

Einige männliche Eigenschaften schaden der Psyche offenbar besonders.

Kurkuma: Ähnliche Wirkung wie Kortison

Ein Stoff, der in dem Gewürz enthalten ist, wirkt entzündungshemmend.

Späte Mutterschaft hält geistig fit

Das Gehirn profitiert, wenn eine Frau nach dem 35. Lebensjahr schwanger wird.

Forscher entdecken Struwwelpeter-Gene

Betroffene haben sehr krause und störrische Haare, die sich nicht bändigen lassen.

Flughafen-WC: Hier steigen Keime um

Häufig reisen multiresistente Bakterien als blinde Passagiere mit.

Was das Handy über den Besitzer verrät

Lebensstil, Vorlieben, Krankheiten: Das Handy offenbart einiges über den Nutzer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen