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Junges Paar auf einer Wiese nebeneinander sitzend (Jeans, Shirts) schaut sich verliebt in die Augen

Ist es Liebe? Kommt auf die Blickrichtung an.
© prudkov - Fotolia

Di. 22. Juli 2014

Liebe oder Lust? Der Blick sagt alles!

Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte – zumindest wenn es darum geht, ob sich in einem Blick romantische Liebe oder sexuelle Begierde widerspiegeln. Der Unterschied liegt im Auge des Betrachters, genauer in dessen Blickrichtung, sagt ein Team US-amerikanischer und Schweizer Forscher.

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Konzentriert sich der Blick beim Betrachten einer fremden Person auf das Gesicht, sieht sie der Betrachter eher als möglichen Partner für eine Liebesbeziehung. Schweift der Blick jedoch zum Körper, steht sexuelles Verlangen im Vordergrund. Dies berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Psychological Science. Die Entscheidung über Liebe oder Lust falle in nur einer halben Sekunde, so die Forscher, was in unterschiedlichen Blickmustern zum Ausdruck komme.

Für ihre Studie hatten die Forscher männlichen und weiblichen Studenten der Universität Genf Schwarz-Weiß-Fotos von Personen vorgelegt, die diese noch nie gesehen hatten. In einem ersten Experiment waren dies Bilder von Paaren, die sich anschauten oder etwas gemeinsam unternahmen. In einem zweiten Versuch handelte es sich um eine attraktive Person des jeweils anderen Geschlechts, die gerade in die Kamera schaute. Bei keinem der Fotos waren nackte Menschen dargestellt und es handelte sich auch nicht um erotische Bilder. Die Testpersonen sollten die Fotos durchsehen und so schnell und präzise wie möglich angeben, ob ein Foto oder die fotografierte Person eher Gefühle von sexuellem Verlangen oder romantischer Liebe weckte.

Darüber hinaus verfolgten die Forscher, wohin die Testpersonen blickten. Gaben diese an, dass ein Bild romantische Gefühle weckte, verweilte der Blick der Versuchsteilnehmer eher auf dem Gesicht. Bei Bildern, die sexuelles Verlangen hervorriefen, schweifte der Blick stattdessen vom Gesicht weg und fixierte den restlichen Körper. Dies galt für Männer wie für Frauen gleichermaßen, wie die Forscher berichten.

HH

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