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Zwei Männer, rote T-Shirts, Jeans, dunkelhaarig, ca. Mitte/Ende 20, sitzen auf einer Couch, Popcorn und Bierflaschen auf Tischchen vor sich, schauen gebannt ins Off

Actionfilme fesseln die Zuschauer - und verführen sie stärker zum unbewussten Snacken.
© Photographee.eu - Fotolia

Di. 02. September 2014

TV: Actionfilme verführen eher zum Knabbern

Wer kennt es nicht: Kaum sitzt man vorm Fernseher, wandert die Hand in die Chipstüte oder die Kekspackung. Wie häufig man zugreift, scheint aber offenbar davon abzuhängen, was angeschaut wird. US-Forscher fanden heraus, dass Actionfilme eher zum unbewussten Snacken verführen, und verraten auch gleich, wie sich dies sogar zugunsten der Gesundheit ausnutzen lässt.

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Im Auftrag der Wissenschaft hatten 94 Testpersonen Schokolinsen und Kekse sowie Möhren und Weintrauben geknabbert, während sie sich eine 20-minütige Filmsequenz anschauten. Dabei handelte es sich entweder um einen Ausschnitt aus dem Actionfilm "Die Insel" mit Ton, die gleiche Filmsequenz nur ohne Ton oder einen Teil aus einer Talkshow.

Die Forscher fanden heraus, dass manche Fernsehsendungen offenbar mehr Lust auf Snacks machen als andere. "Testpersonen, die 'Die Insel' schauten, aßen fast doppelt so viel wie Teilnehmer, die die Talkshow sahen", sagt Brian Wansink, einer der Studienautoren. Selbst wenn der Actionfilm ohne Ton gesehen wurde, griffen Testpersonen 36 Prozent häufiger zu den gereichten Snacks, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Internal Medicine. "Stimulierende Programme, die temporeich sind und viele Kameraschnitte haben, ziehen den Betrachter in den Film hinein und lenken ihn davon ab, was er isst", sagt Hauptautor Aner Tal. Man esse dann unter Umständen mehr, weil man nicht darauf achte, wie viel man esse.

Um nicht in die Knabber-Falle zu geraten, rät Tal, nicht die ganze Chips-oder Keks-Packung auf den Tisch zu legen, sondern sich schon vorher einen Teller oder eine Schale mit einer begrenzten Menge herzurichten. Am besten sei es, gesunde Snacks wie Karotten aufzutischen. Davon könnten insbesondere Liebhaber von Actionfilmen profitieren. Denn die gute Nachricht ist: Wer Actionfilme guckt, isst auch mehr Gesundes, wenn es das ist, was auf dem Tisch steht.

HH

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