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Baby auf Bauch liegend mit blauen Augen

Die Pupillen eines Kindes können verraten, wie hoch das Risiko einer Depression in den kommenden Jahren ist.
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Fr. 10. Juli 2015

Blick in die Augen zeigt das Depressions-Risiko von Kindern

Kinder depressiver Mütter laufen eher Gefahr, später einmal selbst an einer Depression zu erkranken. Einer neuen Studie zufolge könnte es allerdings möglich sein, das Risiko dafür mit einem einfachen Test festzustellen: Dabei würde schon ein Blick auf die Pupillen genügen.

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Die Gefahr, eine Depression zu entwickeln, lasse sich laut den Forschern um Brandon Gibb, Psychologie-Professor an der Binghamton University, anhand der Pupillen-Reaktion eines Kindes vorhersagen. Weiteten sich die Pupillen beim Anblick eines traurigen Gesichts stärker, war die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von zwei Jahren an einer Depression zu erkranken, höher. Depressive Symptome fielen stärker aus und der Zeitraum bis zum Einsetzen einer behandlungsbedürftigen Depression war kürzer. Kein Einfluss zeigte sich in diesem Zusammenhang für die Pupillenreaktion der Kinder auf wütende oder glückliche Gesichter, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Abnormal Psychology.

Aufgrund ihrer Ergebnisse gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Pupillometrie, mit der Veränderungen des Pupillendurchmessers gemessen werden, in Kinderarztpraxen hilfreich sein könnte. Auf diesem Wege ließe sich leicht und kostengünstig feststellen, welche Kinder depressiver Mütter ein hohes Risiko haben, selbst zu erkranken. An der Studie hatten 47 Mutter-Kind-Paare teilgenommen, bei denen eine Depression auf Seiten der Mütter bekannt war. Die Forscher maßen Veränderungen des Pupillendurchmessers als Reaktion auf traurige, glückliche und wütende Gesichter. Anschließend erfassten sie nach sechs, zwölf 18 und 24 Monaten das Ausmaß an depressiven Symptomen und ebenso, ob und wann bei den Kindern zum ersten Mal eine Depression diagnostiziert worden war.

HH

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