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Übergewichtige, sympathische Familie auf Couch, Mutter, Tochter (ca. 5), Vater, beim Betrachten eines Bilderbuches. Tochter schaut zum Vater

Papa als Vorkoster und Reste-Esser? Bei der Geburt des ersten Kindes nehmen viele Väter einige Kilos zu.
© Pavel Losevsky - Fotolia

Mi. 22. Juli 2015

Vaterschaft macht Männer dick

Die Geburt des ersten Kindes schlägt sich bei Vätern offenbar in handfesten Kilos zu Buche: Etwa dreieinhalb bis viereinhalb Kilogramm nehmen US-amerikanische Männer im Schnitt zu, wenn sie Papa werden, wie Forscher der Northwestern University in Chicago berichten.

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Für die Studie werteten Wissenschaftler den Gewichtsverlauf von über 10.000 Männern zwischen Mitte 20 und Anfang 30 aus. Das Ergebnis: Frischgebackene Väter mit einer Durchschnittsgröße um die 1,80 Meter, die mit ihrem Kind zusammenlebten, legten im Schnitt 4,4 Kilogramm zu. Bei Vätern, die nicht mit ihrem Kind in einem Haushalt lebten, waren es 3,3 Kilogramm. Schlimmer noch: Die Extrapfunde, die der Vaterschaft anzurechnen waren, kamen noch zusätzlich zu jenen hinzu, die mit einer Heirat einhergehen, so die Forscher. Männer, die keine Kinder hatten, nahmen in einem gleichen Zeitraum dagegen durchschnittlich 1,4 Kilogramm ab.

Als Ursache für die Gewichtszunahme vermuten die Wissenschaftler veränderte Lebens- und Essgewohnheiten. Mit Kindern habe man eine neue Art von Verantwortung, und es fehle oft die Zeit, sich um sich selbst zu kümmern, zum Beispiel Sport zu treiben, sagt Studienleiter Dr. Craig Garfield. In vielen Elternhäusern machten sich zudem mit der Ankunft des Nachwuchses Lebensmittel wie Kekse, Eiscreme oder andere Arten von Snacks breit. "Wir alle kennen Väter, die nach jeder Mahlzeit das, was Kinder auf dem Teller übriglassen, aufessen", sagt der Kinder- und Jugendarzt, der weiß wovon er spricht: Seine persönliche Schwäche seien die Reste von Käsepizza, die seine Kinder übrig lassen.

Durch die Gewichtszunahme könne sich das Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes und Krebs erhöhen, warnen die Forscher, deren Studie im American Journal of Men's Health veröffentlicht wurde. Das sollte Männer aber nicht davon abhalten, Vater zu werden. Vielmehr müsse registriert werden, dass diese Lebensphase eine magische Zeit sei, die viele Veränderungen mit sich bringe, so die Forscher. Auch für die eigene Gesundheit - und diese gilt es, im Blick zu behalten.

HH

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