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Weinen scheint die Stimmung zu verbessern.

Ein trauriger Film lässt zwar die Tränen kullern - einige Zeit später ist die Stimmung aber deutlich besser als vorher.
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Mo. 31. August 2015

Weinen macht glücklich

Lachen ist die beste Medizin, heißt es immer. Wer traurig ist, dem könnte allerdings auch ein Film helfen, der die Tränen nur so kullern lässt. Wie eine aktuelle Studie aus den Niederlanden und Kroatien belegt, verbessert Weinen die Stimmung. Man muss nur ein bisschen warten.

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Um herauszufinden, wie sich Weinen auf die Stimmung von Menschen auswirkt, hatten die Forscher um den Psychologen Dr. Asmir Gračanin von der University of Tilburg in den Niederlanden 60 Studienteilnehmer zwei emotionale Filme ansehen lassen: "Das Leben ist schön" von Roberto Benigni und "Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft" mit Richard Gere von Lasse Hallström. Bei 28 Teilnehmern flossen die Tränen, bei 32 blieben die Augen trocken. Wie die Psychologen erwarteten, hatte sich die Stimmung der Nicht-Weiner direkt nach dem Film kaum verändert. Dagegen befand sich die Stimmung derer, die geweint hatten, direkt im Anschluss auf einem Tiefpunkt. Innerhalb von 20 Minuten war die Laune dann jedoch wieder so wie vor dem Film. 90 Minuten später war die Stimmung sogar noch besser, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Motivation and Emotion.

Gračanin zufolge scheint Weinen in der Tat die Stimmung zu verbessern, allerdings erst nach einem längeren Zeitraum. Dies bestärkt Ergebnisse aus früheren Studien, bei denen das Weinen als eine Form emotionaler Entlastung gesehen wird, die zu einer Aufhellung der Stimmung führt. Andere Wissenschaftler glauben indessen, dass diese für Menschen einmalige Form der Gefühlsäußerung eher als Ruf nach Unterstützung, Trost oder Hilfe zu verstehen ist.

HH

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