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Das Etikett beeinflusst den Geschmack.

Beim Supermarkt entscheidet oft das Etikett, ob etwas im Einkaufswagen landet oder nicht.
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Mo. 14. Dezember 2015

Wie es schmeckt, sagt das Etikett

Nahrungsmittel werden oft hübsch verpackt und die Etiketten mit allerlei schmückenden Beschreibungen versehen. Wie sehr das den Eindruck bzw. den Geschmack beeinflusst, haben niederländische Forscher jetzt getestet.

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"Gesunde" Dinge schmecken oft nicht so gut, lautet das gängige Vorurteil. In der Studie war das gut zu erkennen: Käse, der auf dem Etikett als fettreduziert deklariert wurde, kam bei den Testern weniger gut an als normalfetter Käse. Ein als salzreduziert bezeichneter Käse schmeckte den Teilnehmern zwar genauso gut wie die Standardsorte, allerdings meinten sie, den geringeren Salzgehalt deutlich herauszuschmecken. Was die Versuchsesser nicht wussten: Sie hatten jedes Mal dieselbe Käsesorte auf dem Teller. Lediglich das Etikett war anders beschriftet.

Die Studie unterstreiche, wie wichtig die Verpackung von Nahrungsmitteln sei, denn der Geschmack entstehe zwischen den Ohren, schreiben die Wissenschaftler vom Geschmackslabor der Universität Ghent in der Fachzeitschrift Nutrients. Besonders wenn es um die Vermarktung von Gesundheitseigenschaften geht, empfehlen die Forscher umzudenken. Sie raten, nicht einzelne Inhaltsstoffe in den Mittelpunkt zu stellen, sondern auf allgemeinere Gesundheitsaussagen zu setzen. In ihrer Studie hatten sie 129 Teilnehmern jungen Gouda-Käse vorgesetzt, der sich nur durch das Etikett unterschied.

RF

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