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Fluggäste, die sich danebenbenehmen, können für dicke Luft in der Kabine und für Startverzögerungen sorgen.

Wie gut man im Flieger sitzt, ist oft eine Frage der Reiseklasse - und ob man sich es leisten kann.
© Yuri Arcurs - Fotolia

Mi. 04. Mai 2016

Erste-Klasse-Kabine macht Fluggäste aggressiv

Fluggäste, die sich danebenbenehmen, können für dicke Luft in der Kabine und für Startverzögerungen sorgen. Grund für den Groll der Passagiere sind nicht nur beengte Platzverhältnisse und Alkoholkonsum, sondern auch die Klassenunterschiede im Flieger, sagen kanadische Forscher.

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Ihrer Studie zufolge kommt es häufiger zu störenden Vorfällen, wenn in einem Flugzeug eine First-Class-Kabine vorhanden ist. Dies berichten Kate DeCelles von der University of Toronto und Kollegen im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Alleine ein Abteil für die erste Klasse zu haben, erhöhte die Wahrscheinlichkeit für Vorfälle, die als ernsthaft betrachtet wurden, fast um das Vierfache, berichten die Wissenschaflter. Dies sei mit dem Effekt einer neunstündigen Flugverzögerung vergleichbar.

Die Vorfälle, um die es sich handelte, beinhalteten zum Beispiel, dass sich Fluggäste nicht wieder hinsetzen wollten, obwohl sie dazu aufgefordert wurden, dass sie das Flugpersonal mit Obszönitäten beschimpften oder den Rauchmelder manipulierten, um heimlich eine Zigarette zu rauchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Fluggäste daneben benahmen, stieg noch weiter an, wenn alle Passagiere nach dem Einsteigen durch die erste Klasse gehen mussten, um zu ihrem Sitz zu gelangen, statt in der Mitte einzusteigen. Das schlechte Benehmen war dabei keinesfalls nur auf die Economy-Class beschränkt, sondern bei Fluggästen aller Klassen anzutreffen.

Andere Faktoren, zum Beispiel viele Menschen auf engem Raum, Alkoholkonsum und lange Flüge, können ebenfalls zu störenden Vorfällen beitragen, sagt DeCelles. Doch gehe aus der Studie hervor, dass sie anscheinend einen geringeren Einfluss haben, als man meinen könnte. Die Wissenschaftlerin selbst hätte vermutet, dass die Beinfreiheit eine größere Rolle dabei spielen würde. Obwohl die Studie nicht die Gründe für die Ergebnisse liefern könne, hätten frühere Studien gezeigt, dass Menschen eine schlechtere Gesundheit, ein schlechteres Wohlbefinden und Verhalten an den Tag legten, wenn sie sich benachteiligt oder unfair behandelt fühlten. Ihre Studie deute darauf hin, dass selbst ein kurzzeitiges Gefühl von Ungleichheit negative Auswirkungen haben könne.

HH

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