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Forscher haben eine zweite Haut entwickelt, die für jugendliches Aussehen sorgen soll.

Mit einer zweiten Haut Alterserscheinungen wie Falten oder Augenringe wegschummeln? Dafür wollen Forscher eine Lösung gefunden haben.
© michaelheim - Fotolia.com

Mi. 11. Mai 2016

Zweite Haut aus Silikon gegen Falten

Wissenschaftler aus den USA haben ein Material entwickelt, auf das viele Menschen gewartet haben dürften: Die "zweite Haut", wie sie es nennen, schützt und strafft die Haut und glättet Falten – zumindest zeitweise.

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Das Material ist ein Polymer auf Silikonbasis, das als kaum wahrnehmbarer Film auf die Haut aufgetragen wird und dort die Eigenschaften junger, gesunder Haut imitiert. In zahlreichen Tests zeigte sich unter anderem, dass sich mit dieser Technik Tränensäcke, die sich mit fortschreitendem Alter unter dem Auge bilden können, wieder in Form bringen ließen. Nach dem die zweite Haut unterhalb des Auges aufgetragen war, übte sie einen stetigen Druck aus, durch den sich die Haut straffte – ein Effekt, der 24 Stunden anhielt, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Nature Materials berichten. Ein Saugnapf-Test am Unterarm zeigte zudem, dass sich durch die "zweite Haut" die Elastizität der Haut verbesserte. Sie kam schneller wieder in ihre ursprüngliche Position zurück als unbehandelte Haut. Und auch auf die Hautfeuchtigkeit wirkte sich der dünne Film positiv aus.

Wer nun hofft, dass Tränensäcke, Augenringe und Falten dank des neuen Materials bald der Vergangenheit angehören könnten, muss leider enttäuscht werden: "Es ist mehr wie ein transparentes Make-up", verdeutlicht Ardy Bayat von der University of Manchester. Auf dem Markt erhältlich ist die "zweite Haut" noch nicht, bis dahin brauche es noch weitere Studien, so die Forscher. Mit einer Weiterentwicklung des Materials ließe sich die "zweite Haut" auch medizinische nutzen, hoffen sie: So könnten über den dünnen Film langanhaltend Medikamente auf die Haut aufgebracht werden, mit denen Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder andere Formen von Ausschlägen behandelt werden könnten. Auch könnte das Material vielleicht so angepasst werden, dass es einen langandauernden Schutz vor ultravioletter Strahlung böte, so die Forscher.

HH

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