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Männer, die als nicht besonders maskulin wahrgenommen werden, könnten dies einer neuen Studie aus Großbritannien zufolge ausgleichen, wenn sie ein Deo benutzen.

Etwaige "Wettbewerbsnachteile" lassen sich für manche Männer mit einem Deo wettmachen.
© Daniel Ernst - Fotolia

Fr. 03. Juni 2016

Geruchsprobe: Deo macht manche Männer maskuliner

Männer, die als nicht besonders maskulin wahrgenommen werden, könnten dies einer neuen Studie aus Großbritannien zufolge ausgleichen, wenn sie ein Deo benutzen. Der verstärkende Effekt tritt jedoch nicht bei Männern auf, die ohnehin schon sehr männlich wirken.

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Nutzten Frauen ein Deodorant, wurde ihr Geruch von Männern als femininer eingeschätzt - eine Tatsache, die für alle Frauen galt, wie Forscher um die Psychologin Dr. Caroline Allen von der University of Stirling im Fachblatt Evolution and Human Behavior berichten. Anders war es bei Männern. Ohne Deo stuften Studienteilnehmerinnen den Geruch von Männern, deren Gesicht mehr oder weniger maskulin aussah, in Bezug auf die Maskulinität sehr unterschiedlich ein. Mit Deo gab es diese Unterschiede nicht mehr. So empfanden Studienteilnehmerinnen den Geruch von Männern, deren Gesichtszüge weniger maskulin wirkten, als männlicher, nachdem diese ein Deo benutzt hatten. Bei besonders maskulin wirkenden Männern veränderte die Geruchswahrnehmung den Eindruck dagegen nicht.

Die Ergebnisse deuten den Forschern zufolge darauf hin, dass Frauen sensibler für Geruchsignale zu sein scheinen oder mehr darauf achten. Durch die Verwendung von Duftstoffen könne es somit leichter zu einer Störung der Geruchsinformation kommen. Weniger maskulin wirkende Männer könnten also, indem sie ein Deo benutzen, ihre Wettbewerbsbedingungen an die von maskulineren Männern angleichen, zumindest soweit es den Geruch betreffe, so Allen. Die Unterschiede bezüglich des Geruchs seien wahrscheinlich durch Präferenzen im Laufe der Evolution entstanden, vermutet die Psychologin. So scheint es im Hinblick auf die Maskulinität durchaus eine Obergrenze zu geben. Studien hätten gezeigt, dass wir eine ganz besonders starke Maskulinität eigentlich gar nicht mögen, da sie oft mit Aggressivität und Feindseligkeit in Zusammenhang stehe, so Allen. Eine obere Grenze für Weiblichkeit gebe es dagegen nicht.

HH

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