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Bei Fußball-Länderspielen sollten Herzkranke besonders Acht geben.

Je weiter es die Lieblingsmannschaft bringt, desto größer ist die Anspannung.
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Do. 07. Juli 2016

So überstehen Sie den nächsten Fußball-Krimi

Beschleunigter Puls, Herzrasen, Schnappatmung: Bei vielen Fußballfans dürfte das letzte Deutschland-Spiel bei der EM in Frankreich den Kreislauf auf Touren gebracht haben. Für Herzpatienten kann das riskant werden: So mussten während der Weltmeisterschaft 2006 bei Spielen der deutschen Mannschaft fast dreimal so viele Patienten mit Herzproblemen behandelt werden wie an den übrigen Tagen. "Herzpatienten mit einer Liebe zum Fußball müssen aber nicht auf die EM verzichten, nur einiges beachten", sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER GEK.

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Für viele gehört ein Bier zum Fußball einfach dazu. Marschall rät Herzpatienten, sich an den Spielern auf dem Platz ein gesundes Vorbild zu nehmen und am besten auf alkoholfreie Getränke ausweichen, zumal Herz-Medikamente und Alkohol ohnehin keine gute Kombination sind. Wenn es zum Elfmeterschießen kommt, gilt es, die Ruhe zu bewahren: Nicht nur der Torhüter hat Angst vor dem Elfmeter, auch viele Fußball-Fans. Menschen mit Herzproblemen können sich beim Strafstoß oder in der Verlängerung bewusst auf die Atmung konzentrieren. Das lenkt ab und reduziert die Spannung. Auch den Raum zu verlassen, frische Luft schnappen und auf das Ergebnis warten, verringert den Stress. "Lieber schaut man sich die Wiederholung an, als eine Herzattacke zu riskieren", so Marschall.

Einer Studie der der Ludwig-Maximilian-Universität München zufolge hat sich bei der WM 2006 die Zahl der Patienten mit Herzproblemen verdreifacht. Nicht nur körperliche Überanstrengung, auch emotionaler Stress kann das Herz belasten. Während gesunde Menschen durchaus etwas Spannung und Nervenkitzel vertragen, gelten Personen mit einer bestehenden Herzerkrankung als Risikopatienten. "Menschen mit bekannten Angina-Pectoris-Anfällen, einer koronaren Herzerkrankung oder auch mit Herzinsuffizienz sollten sich nicht zu großem Stress aussetzen. Auch Patienten mit Herzrhythmusstörungen sollten vorsichtig sein, denn der Puls kann bei Aufregung leicht auch mal schneller als 150 Schläge pro Minute sein", erklärt Marschall. Durch die Aufregung könne es vermehrt zu Herzrhythmusstörungen kommen, die schlimmstenfalls sogar bis zum Herzstillstand führen können.

Barmer GEK/NK

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